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Derzeit findet der Großteil der Läufer des team2012.at ja in Wien optimale Trainingsbedingungen vor. Eine frische, klare sauerstoffreiche Luft, dazu viel Kraft dank Schneeschaufeln auf der 400m Laufbahn in Stadlau, also eigentlich alles perfekt. Vor allem dank der Unterstützung der "Sportstadt Wien", die im Winter ein Monat lang das Dusika-Stadion fürs Training sperrt, kommen wir gar nicht in Versuchung, in die ungesunde Luft gehen zu müssen um dort vielleicht gar so zu verweichlichen wie andere.
Andreas Vojta, Lisa-Maria Leutner und Christoph Mrkvicka haben es da nicht so einfach.
Andreas hat es vielleicht am schlimmsten erwischt. Er ist jetzt seit 26.12. in der Hitze Südafrikas (derzeit 25 - 34 Grad Tageshöchsttemperatur) und kommt jetzt sogar beim Training ins Schwitzen! Im Sportzentrum der Universität Potchefstroom trainiert er dort 3 Wochen gemeinsam mit Felix Kernbichler, Valentin Pfeil und Christian Steinhammer unter schwierigsten Bedingungen. Aber lassen wir Andi selbst die wichtigsten Dinge berichten:
"Das Essen ist auch soweit in Ordnung, Frühstück und Mittagessen gibts in der Regel in unserem Bungalow bzw. im Speisesaal hier, Abendessen bisher fast jeden Abend im Restaurant. Dort sind sowohl die Preise als auch die Portionen recht gut, ein klassisches Beispiel wäre Chicken Strips als "Vorspeise" und als Hauptgang dann 500g Steak mit Pommes und bei Bedarf noch ein Brownie oder so als Nachspeise."
Zum Verdauen (und als Maßnahme gegen den Blähbauch ;-) ) wird auch etwas Bewegung gemacht, aber auch das ist nicht einfach: "Unsere Dauerläufe absolvieren wir auf der meistens "Armyrunde", ein rotsandiger Geländeweg. Interessanterweise sind auf der immer große Lacken, auch wenn es davor nicht geregnet hat. Es hat sich jetzt eingebürgert, dass wir durch die einfach kompromisslos durchlaufen. Am ersten Tag waren wir schon etwas überrascht als wir dann teilweise fast knietief drinnnengestanden sind und schlecht ist es wahrscheinlich auch nicht die Lacken schnell zu durchqueren, weil sich bei stehenden Gewässern sich doch das ein oder andere Tier darin befinden kann."
Damit die Tiere nicht zu gefährlich werden, wird manchmal auch auf die (Gras-) Laufbahn ausgewichen, um dort etwas Bewegung zu machen, wie z.B. eine Einheit für unsere Leser zum Nachmachen: 3000m in 9:06, dann 2000m in 5:56, dann 3 x 1000m in 2:53, 2:50 und 2:44 und dann noch 5 x 200m in 29-28-28-27-26" "Man merkt bei den 200-ern vor allem, dass die Grasbahn natürlich viel langsamer ist, aber die waren dann trotzdem ohne großen Druck." Alles in der Höhenlage von ca. 1500m, wo die Luft schon etwas dünner ist.
Auch Lisa-Maria ist seit gestern wieder in Florida an der Uni, und bereitet sich dort auf die kommende Hallensaison vor. Sie hat es nicht ganz so schlimm erwischt, denn aufgrund der derzeit extremen Kältewelle in den USA hat sie derzeit nur + 15 Grad. Für Läufer eigentlich ganz angenehme Temperaturen, nur die einheimischen Alligatoren aus den everglades hinter der Uni finden das dort offensichtlich etwas frisch, wie uns Lisa vom gestrigen Dauerlauftraining berichtet: " ...heute hatten wir echt ziemlich Angst, weil wir beim Training 4!!! Alligatoren gesehen haben... normalerweise sind die ja im Wasser, aber da es jetzt so kalt ist, kommen die heraus und liegen dann irgendwo herum... aber so lustig fand ich das gar nicht..."
Schließlich ist Christoph im Rahmen des Erasmus-Programmes ein Semester in Nizza, wo er sich derzeit auch bei ca. 15 Grad in der Sonne an der Cote Azur abquälen muss.
Ja, als Sportler hat mans nicht leicht, aber unsere Läufer werden sich auch weit abseits vom Rest im schönen Österreich durch die Gefahren von Sonnenbrand, Blähbauch und Alligatoren durchkämpfen. |