| 15.1. wieder Todesopfer durch Doping? |
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Die ehemalige DDR-Hürdenläuferin Birgit Uibel-Sonntag ist im Alter von nur 48 Jahren letzten Sonntag in Cottbus "an einer inneren Erkrankung" verstorben. Ihren sportlichen Leistungshöhepunkt hatte sie in den 80er Jahren, damals startete sie zehnmal bei Länderkämpfen für die DDR-Auswahl. 1984 gewann Birgit Uibel die DDR-Meistertitel über 400 Meter Hürden in 54,90 Sekunden. Bei der EM 1982 belegte sie Platz Es kann natürlich sein, dass in diesem konkreten Fall tatsächlich kein kausaler Zusammenhang zwischen Anabolika-Doping in Jugendjahren und dem tragischen Tod besteht. Aber vor allem in Deutschlands Leichtathletik (und nicht nur dort) hat es in den letzten Jahren eine derartige Häufung von ähnlichen Fällen gegeben, dass an Zufälligkeiten kaum mehr geglaubt wird. Die verantwortlichen Trainer und Sportmediziner befinden sich übrigens zum Großteil noch in Amt und Würden, zum Teil auch in den (von öffentlichen Mitteln geförderten) Sportverbänden. Nicht nur in Deutschland. Einen lesenswerten Beitrag zum Thema Doping von Harald Gleißner (insbesondere auch die Haltung der internationalen Verbände und der Politik) finden Sie hier: http://russlandonline.ru/ruwir0010/morenews.php?iditem=18833 und Teil 2 hier: http://russlandonline.ru/ruall0010/morenews.php?iditem=7181 Auch wenn es vordergründig um Russland geht, so gelten viele dieser Aussagen wohl auch hierzulande. Ein paar Auszüge daraus: "Politiker zeigen sich entrüstet wenn Sportler des Dopings überführt werden, fordern ein härteres Durchgreifen der Verbände und beteiligen sich mit Steuergeldern an der Dopingbekämpfung - wobei sie diesbezüglich deutlich knauseriger als bei der Förderung und Belohnung von Spitzenleistungen sind. Bei ausbleibender Medaillenausbeute kürzen sie die Fördergelder für die weniger erfolgreichen Sportarten. " |


