25.2. "Der Läufer" Schauspieler Andreas Lust von team2012.at trainiert

Die Leistungsentwicklung von Andreas Lust anhand der Laktat-Schwellentests beim team2012.atMorgen, am 26.2., kommt der Film "Der Räuber" (siehe www.derraeuber.at) in die Österreichischen Kinos, der nach einer wahren Begebenheit (des laufenden Mörders und Bankräubers Johann Kastenberger)  gedreht wurde. Der Hauptdarsteller Andreas Lust befand sich noch kurz vor Drehbeginn 2008 nicht gerade in einem körperlichen Top-Zustand, wo er halbwegs glaubwürdig einen 2:20 Marathonläufer hätte spielen können.

Deshalb kam er zum team2012.at. Am 15.1.08 machte Andreas Lust bei uns einen Laktat-Schwellentest. Ohne wirkliches Training im Vorfeld, dazu eine Menge Zigaretten und sonstige Dinge, die nicht unbedingt als leistungsfördernd gelten, zeigte das Ergebnis doch gewissen Optimierungsspielraum. Die 2 mmol Schwelle wurde praktisch schon bei einem Gehtempo überschritten. Hr. Lust bekam darauf von uns einen Trainingsplan, den er einigermaßen einhalten konnte. Ein zweiter Test am 28.3.08 zeigte deshalb auch eine ganz deutliche Leistungsverbesserung. Das Training (v.a. die Vorgabe-Pulswerte) wurde entsprechend nachjustiert. Es gab dann zwar immer wieder Unterbrechungen im Training, trotzdem steigerte sich Hr. Lust weiter bis zum dritten Test am 1.9.08.

Für den Film wurden zwar die Szenen eines (fingierten) Laktattests mit nicht ganz realistischen Empfehlungen in einem Institut in der Südstadt gedreht, für die tatsächlichen Tests und den Trainingsplan vertraute Hr. Lust aber lieber doch den Experten vom team2012.at.

Bei den "echten" Laufszenen (u.a. die wilden Laufszenen kreuz und quer durch den Prater) wurde Hr. Lust allerdings vom Spitzenläufer Georg Mlynek (mehrfacher Staatsmeister über 800m) gedoubelt. Die Anfangssequenz mit dem "neuen Landesrekord im Marathon" weicht aber dann doch ziemlich von der realen Vorlage ab, der Sieg beim Kainacher Bergmarathon war zwar "echt", allerdings ohne Sauerstoffversorgung im Ziel.

Nachstehend ein Auszug aus dem heutigen Interview von orf.at mit dem Regisseur Benjamin Heisenberg, der sich wundert: "Dass Andreas Lust das durchgehalten hat" (siehe: http://www.orf.at/100224-48391/index.html):

ORF.at: Und kann man auch weniger Takes drehen, weil irgendwann der Hauptdarsteller erschöpft ist?

Heisenberg: Oder man trainiert den Darsteller vorher so, dass er einige Takes aushält. Das war unser Konzept. Aber es war trotzdem erstaunlich genug, dass Andreas Lust das durchgehalten hat. Diese Bergläufe, bei denen es steil bergauf und bergab geht, haben ihn absolut bis an seine Grenzen gebracht.

Insider werden natürlich auch im endgültigen Film erkennen, dass es sich nicht um einen tatsächlichen Spitzenläufer handelt, aber der Spannung des Films tut dies sicherlich keinen Abbruch. Jedenfalls ist der Film nicht nur für Läufer sicherlich sehenswert.