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Andreas Vojta hat es geschafft! Nach dem Freiluft-Staatsmeistertitel über 1500m im Vorjahr im Linzer Gugl-Stadion konnte er heute gleich nebenan auch den Hallenstaatsmeistertitel gewinnen. Mit einem couragierten Lauf von der Spitze weg, wobei die letzten 300m auch Martin Pröll nicht mehr ganz folgen konnte, errang er einen sehenswerten Start-Ziel-Sieg in 3:51,94.
Tolle Leistungen zeigten aber auch die anderen vom team2012.at betreuten Läuferinnen: Tanja Eberhart (Jg. 89, ULC Hirtenberg), seit letzter Woche staatlich geprüfte Lehrwartin für Leichtathletik, verbesserte ihre 3000m Bestleistung um rund 10 Sekunden auf 10:01 und holte bei den Frauen die Bronzemedaille. Im selben Rennen steigerte sich Melanie Spangl (Jg. 88, LG Decker Itter) nach zuletzt 10:35 auf 10:22, womit sie den 5. Rang belegte und die junge Sophie Wallner (Jg. 92, LG Pletzer Hopfgarten) verbesserte Ihre Bestleistung von 10:50 auf 10:33 und belegte damit Rang 7. Wallner wird seit dieser Saison (davor lag ihre Bestleistung bei 11:09) vom team2012.at betreut, Melanie Spangl seit einigen Wochen.
Andi begann gleich relativ flott mit ca. 59" für die ersten 400m, dann wurde das Tempo etwas langsamer, die 1000m wurden in 2:34 passiert. 300m vor dem Ziel wollte der ehemalige U 23 Europameister und Olympiateilnehmer Martin Pröll vorbeigehen, der allerdings auch schon vorher die 3000m gewonnen hatte. „Martin, so nicht", dachte Andi bei der kleinen Rempelei und schaltete seinerseits einen Gang höher. Bis zum Ziel konnte sich dann Andi noch recht deutlich absetzen. „Ich hab zwar keine Sachertorte wie unser Chrisi letzte Woche gewonnen, aber die Hallensaison hätte wohl besser nicht enden können", ergänzte Andi.
Andis Gold war wieder der einzige Sieg für einen Wiener Leichtathleten. Übrigens: vor einem Jahr in Wien lief Andi beim 3000m-Staatsmeisterschaftslauf auch ca. 1m vor Martin Pröll über die Ziellinie, allerdings war der Vorsprung trügerisch, denn Martin Pröll war damals gerade dabei, unseren Andi zu überrunden. Schon alleine dieser Umstand verdeutlicht die enorme Leistungsentwicklung von Andi innerhalb des letzten Jahres. Nächstes Jahr wird ihn vielleicht sogar der Sprecher in Linz kennen und dann den Namen "Vojta" aussprechen können, womit auch eine mögliche Verwechslung mit einem lustigen ORF-Fernsehkoch ausgeschlossen sein sollte.
Für Tanja Eberhart war der Ausflug in die Halle ein einmaliger Abstecher von ihrem eher auf längere Strecken (5000m bis Halbmarathon) ausgerichteten Training. Umso mehr darf sie sich darüber freuen, dass sie ihre Bestleistung vom Vorjahr um ca. 10 Sekunden auf 10:01,36 steigern konnte. Die Studentin der Ernährungswissenschaften wird sich nun auf die Studenten-Crosslauf WM am 11.4. in Kanada vorbereiten, für die sie aufgrund ihrer Leistungen nominiert wurde.
S ophie setzte sich nach dem Rennen gleich ins Auto, um ins heimatliche Tirol zu fahren. Schließlich standen am Sonntag die Tiroler Crossmeisterschaften am Programm - endlich wieder Schnee (und Matsch und Gatsch) für unsere begeisterte Schifahrerin. Allerdings waren diesmal eher Spikes statt drückende Schischuhe angesagt und bei offensichtlich (siehe Foto...) sommerlichen Temperaturen krönte Sophie das erfolgreiche Wochenende mit der Goldmedaille im Rennen ihrer Altersklasse. Ebenfalls ihre Altersklasse gewann bei diesen Meisterschaften Laura Zimmermann (Jg. 90, SV Reutte), eine weitere Athletin aus der Riege unser derzeit so erfolgreichen Sportlerinnen, die sogar in der Damenwertung den zweiten Rang belegte. Laura kommt aus Deutschland, studiert in Innsbruck Sportwissenschaften, wo sie auch Melanie Spangl kennegelernt hat (die dort Sprachwissenschaften studiert) und wird auch seit kurzer Zeit vom team2012.at betreut.
Das erfolgreiche Wochenende komplettierte Antina Neugebauer, die den 10km Lahntallauf in Marburg (GER) gewinnen konnte. Sie teilte sich das Rennen perfekt ein, lief eine etwas schnellere zwei te Hälfte und kam damit auf die sehr gute Endzeit von 39:03.
Alle unsere Sportler freuen sich jetzt auch schon auf das Oster-Trainingslager in Caorle, wo weitere Läufer zu unserer Trainingsgruppe stoßen werden und wodurch dort ein nicht unerheblicher Teil der österreichischen Läuferszene weiter an den Grundlagen für eine erfolgreiche Freiluftsaison arbeiten wird.
Wir freuen uns über die Erfolge und besonders über den Staatsmeistertitel von Andi, uns ist aber natürlich bewusst, dass es nicht geradlinig nach oben gehen kann und dass es auch wieder Rückschläge geben wird. Im Umfeld zeigen gerade wieder einige Läufer, die sich einen Erfolg genauso verdient hätten, dass Verletzungen und Krankheiten sehr schnell alle Pläne zunichte machen können. Andi hat sicher großes Talent und er ist bereit, für den Erfolg auch hart zu arbeiten. Wunder gibt’s aber keine (das überlassen wir anderen). Ein mittelfristiges Ziel muss für Andi eine erfolgreiche Teilnahme an der U 23 EM im Jahr 2011 sein. In diesem Sommer gibts die Europameisterschaft der allgemeinen Klasse in Barcelona, das Limit dafür ist 3:42,0. Andi müsste also seine Bestzeit (3:45,48) um mehr als 3 Sekunden verbessern. Das wird sehr schwierig, da muss alles zusammenpassen und etwas Glück gehört auch dazu. Aber wir haben beschlossen, dass wir ein Erreichen dieses Zieles anstreben. Wenn es nicht funktioniert, hat ein 20-jähriger Läufer noch viel Zeit vor sich.
Organisatorisch war bei dieser Meisterschaft fast alles in Ordnung. Ein dickes Minus gibts für das Parkplatzchaos, das die Kicker nebenan verursacht haben. Die Parkplatzordner waren entweder schlecht informiert oder vielleicht sollten die Nicht-Linzer Medaillenkandidaten in die Irre gelotst werden? Der ÖLV sollte seine Teilnahmebedingungen in zumindest einem Punkt auch überarbeiten. Es darf nicht passieren, dass im 800m-Lauf der Frauen gerade 3 Teilnehmerinnen am Start stehen und dafür 2 junge Läuferinnen, die das Limit knapp nicht geschafft hatten, trotz Bettelns zuschauen müssen. Einfacher Lösungsvorschlag: der technische Delegierte kann, wenn es die Umstände zulassen (sehr kleine Teilnehmerfelder), bei Meldeschluss (60 Minuten vor dem Bewerb) entscheiden, ob die Starterfelder durch weitere Sportler - auch ohne Limit - aufgefüllt werden können.
Dass sich ein umtriebiger Sprinttrainer in der Halle, unterstützt von ehemaligen Dopern, noch immer als Verharmloser des Betruges lautstark gerieren darf und sinngemäß zum Dopen auffordert, das haben sich die vielen Sportler, die mit diesem Scheiß nichts zu tun haben wollen, auch nicht verdient. Konsequente Dopingbekämpfung tut not und wir freuen uns auf weitere Schritte.
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