14.3. Crosslauf-Staatsmeisterschaften - sportlicher und organisatorischer Erfolg! - jetzt mit Video von Melanie und Laura; letzte Aktualisierung: 17.3.

Zusgführer Andi Vojta umringt von Sophie Wallner, Tanja Eberhart, Melanie Spangl und Laura ZimmermannDie Staatsmeisterschaften im Crosslauf waren in diesem Jahr für unser Team etwas ganz Besonderes. Schließlich hofften wir nicht nur auf sportliche Erfolge, sondern das team2012.at war für die Organisation dieser Staatsmeisterschaft im Wiener Prater auf der Jesuitenwiese zuständig, was eine doppelte Herausforderung darstellte. Man kann es wohl auf den Punkt bringen: sowohl sportlich wie auch organisatorisch lief alles sogar noch besser als erhofft, was nur durch die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb unseres Teams und der zahlreichen Helfer, die zum Teil im Hintergrund tätig waren, ermöglicht wurde.

Die sportlichen highlights des team2012.at setzten einmal mehr Andreas Vojta mit dem Staatsmeistertitel in  der allgemeinen Klasse und U 23 und Christopher Zlomek mit der Silbermedaille in der U 18. Absolut beachtlich: mit 6 Medaillen (2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze) in den Einzelwertungen war unsere Trainingsgruppe das erfolgreichste Laufteam bei dieser Staatsmeisterschaft!

Livia Zoccola verpasste nur denkbar knapp ihre erste MedailleZuerst zum Sportlichen:

Die Meisterschaften begannen nach dem Lauf der Masters mit dem Rennen der w U 14, wo Livia Zoccola (Jg. 98) nur um 5 Sekunden ihre erste Medaille bei einer Österreichischen Meisterschaft verpasste und Rang 4 belegte. Sie ist aber nächstes Jahr immer noch in dieser Klasse startberechtigt, das heutige Ergebnis wird ihr sicherlich ein Ansporn sein. Ihr großer Bruder Fabio Zoccola (Jg. 96) startete danach im U 16 Rennen und belegte dort den 19 Rang. Bester Wiener in diesem Rennen war unser Dominik Stadlmann auf Rang 6, der sich sogar noch mehr erhofft hatte, aber beim "Heimrennen" vielleicht etwas zu nervös war.

Christopher Zlomek holt Silber im Crosslauf - Andi schaut über seine SchulterChristopher Zlomek zeigte nur zwei Wochen nach seinem Titelgewinn über 3000m in der Halle, dass er sich derzeit in bestechender Verfassung befindet und er Chrisi (links hinten) in überaus ekstatischer Pose bei der Siegerehrung - war er traurig, weil er ein gebogenes Kiperl und kein gerades Salzstangerl bekommen hat? Foto: Zlomek R.konnte mit dem zweiten Rang in der U 18 seine Klasse auch im Cross ausspielen. Gegen einen Stefan Mair (IGLA) zu verlieren, ist nun wirklich keine Schande. Beide werden übrigens in der Karwoche gemeinsam beim ÖLV-Trainingskurs in Caorle trainieren. Angesichts der herausragenden Leistungen von Chrisi in der Halle und im Cross hat ihn der zuständige Spartentrainer Karl Sander nun auch zur Aufnahme in den ÖLV-Kader vorgeschlagen.

Andi Vojta in actionAuf der Kurzstrecke der Männer wollte unser Andi Vojta wieder ein Zeichen setzen und das ist ihm mehr als eindrucksvoll gelungen. Es bildete sich bald nach dem Start ein Führungstrio mit den 3 Medaillenkandidaten Michael Schmid, Valentin Pfeil und eben Andi Vojta. Michael und Valentin wussten natürlich um die Stärke von Andi im Endspurt undDas Führungstrio am letzten Anstieg, Valentin beeindruckt nicht nur mit seinen Zebra-Handschuhen deshalb machten beiden vor dem letzten Anstieg auf den heartbreak hill ordentlich Druck. Andi konnte aber dranbleiben und sprintete auf der Zielgeraden nach seinem Sieg in der Halle über 1500m nun auch zum Titel im Crosslauf. Gewiss hätten sich alle 3 aus diesem starken Trio den Sieg verdient, Valentin, der gemeinsam mit Andi im Jänner in Südafrika trainiert hatte, konnte sich aber ohnehin dank seiner Handschuhe über den 1. Preis in der wichtigen Für so ein Salzstangerl nimmt Andi Irrsinns-Entbehrungen auf sich und Michi versucht bei der Siegerehrung noch mit interessanter Mütze Valentin den styling-Preis wieder abzujagen.styling-Wertung freuen und alle 3 wussten spätestens nach Überreichung der Ströck-Riesensalzstangerl bei der Siegerehrung, wofür sie so hart gekämpft hatten. Für Michael war das Rennen offensichtlich auch ein gutes Aufwärmen, er gewann kurz später die Langstrecke.

Andi (Jg. 89)  und Valentin (Jg. 88) gehören beide noch der U 23 Klasse an, weshalb sie auch in dieser Wertung Gold und Silber (und Riesenkipferl) in Empfang nehmen durften. (Den Erfolg der A. Vojtas komplettierte an diesem Tag Andis Vater Alexander, der zum Gerasdorfer Bürgermeister wiedergewählt wurde, ein Erfolg, zu dem womöglich (geheim) auch Andi mit seiner Stimmabgabe vor dem Rennen beigetragen hatte). Thomas Stockmaier startete auch in der U 23 Klasse, war vielleicht mit etwas zuviel Gewalt unterwegs und konnte seine zuletzt  sehr guten Trainingsleistungen im Wettkampf mit Rang 17 noch nicht ganz umsetzen, aber auch bei ihm wird sich die konsequente Arbeit lohnen. 

Im Rennen der Damen war zwar keine Läuferin des team2012.at im Einsatz, aber dafür gleich mehrere von uns betreute Läuferinnen von anderen Vereinen. Von unserem vorjährigen Gold-Team befindet sich Lisa-Maria Leutner im Zuge ihres USA-Studiums gerade im Höhentraining in Flaggstaff (Arizona) und macht am Montag u.a. mit 10.000m Europameister Jan Fitschen eine Wanderung in den Grand Canyon, Carina Lilge-Leutner ist nach ihrer Achillessehnen-Operation noch nicht wieder in Meisterschafts-Verfassung und die dritte des siegreichen Vorjahresteams, Anita Waiß, hat auch erst gerade langwierige Verletzungsprobleme überwunden. 

Sophie Wallner - die Tirolerin liebt sichtlich die Berge, auch in WienDie Wirkung unseres Trainingssystems unterstrichen Tanja Eberhart, Melanie Spangl, Sophie Wallner und Laura Zimmermann mit ihren Leistungen aber mehr als eindrucksvoll. InTanja Eberhart zeigt wieder ein starkes Rennen der U 20 zeigte Sophie Wallner, dass ihre Beinchen nicht nur mit daran montierten Schiern einen Berg schnell hinunterfahren können, sondern mit Spikes auch fast so schnell einen schneebedeckten Berg (ok, Hügel) hinauflaufen können. Hinter Jenny Wenth durfte sie sich über die Silbermedaille in der U 20 freuen, was über ihren Kummer über das verpasste Sturm-Spiel (Sachen gibts!) am Vortag (wegen des abgeschleppten Autos in Wien)  doch hinweg trösten konnte.

Ebenfalls Silber gewann Tanja Eberhart mit einem ganz starken Rennen in der U 23 Wertung, sie wird ja am 11.4. bei der Studenten Cross-WM in Kanada starten. Nur einen Platz Melanie Spangl freut sich zurecht über ihre Bronzemedaillehinter ihr lief Melanie Spangl zur Bronzemedaille, die auch eine ganz starke Leistung zeigte und über weite Teile des Rennens auch in der Spitzengruppe der Frauen mitLaura Zimmermann aus dem Allgäu ist erst seit November 08 Läuferin dabei war. Laura Zimmermann, als Jg. 90 die jüngste Teilnehmerin im U 23 Feld, erreichte auch einen guten 8. Rang.

VIDEO: Spitzensegler Thomas Zajac (siehe www.ttsailing.com) hat von Melanie Spangl und Laura Zimmermann ein Video angefertigt und auf youtube gestellt. Zum Video gehts hier: http://www.youtube.com/watch?v=8mk-UFkC16A 

Nun zum organisatorischen Teil:

Die Vorbereitungen auf diese Meisterschaften begannen eigentlich schon im letzten Sommer, wobei die Suche nach einer geeigneten Strecke zuerst im Vordergrund stand. Im November 09Den Tag des Salzstangerls feierten Tanja Eberhart (2.), Anita Baierl (1.) und Melanie Spangl (3.) in der U 23. Alle Drei freuen sich jetzt aufs gemeinsame Training in Caorle. wurde die gewählte Strecke dann bei den Wiener Crossmeisterschaften gleich einmal getestet, wobei damals auch mehrere Nicht-Wiener Läufer die Chance auf einen Test nützten, auch gleich für die später angesetzte Cross EM im Dezember. Dann begann für das OK-Team erst der mühsame Weg mit Einholen von diversen Bewilligungen, bzw. dem Recherchieren, welche Bewilligungen überhaupt notwendig wären. Gar nicht so einfach in Wien, wo mehrere Magistratsabteilungen traditionell gegeneinander arbeiten und vor allem gerne einmal kassieren wollen.

Jetzt können wir ja auch verraten, dass die Meisterschaften 10 Tage vor der Austragung fast abgesagt werdKipferl und Silbermedaille in der U 20 gingen nach Westendorf zu Sophie Wallneren mussten, weil die Wiener Polizei noch einen Antrag wollte, für deren Bearbeitung aber die Zeit bis zur Meisterschaft gar nicht gereicht hätte. Aber es wäre ja nicht Wien, wenn das offizielle Telefonat mit der Polizei nicht mit dem Satz geendet hätte: "Machens es halt, bis sich wer aufregt, is eh schon vorbei". Auch die Frage bei Wienstrom nach der Möglichkeit der Stromentnahme auf der Jesuitenwiese, die technisch kein Problem gewesen wäre, mündete in dem Tipp: "Ich tät das nicht bei uns machen. Viel einfacher und billiger is es, wenn Sie sich a Aggregat ausborgen. Des dürfens zwar dort eigentlich ned verwenden, aba wird sich schon keiner aufregn, wenns a bissl aufpassen." Der flehentlichen Bitte an die MA 42 (nicht identisch mit MA 2412) zur Aufstell-Bewilligung für die Container wurde auch mehr oder weniger genehmigt: "Des könnens eigentlich ned mochen, des steht ja nicht im Vertrag. Oba meinetwegen, oba wann dann LKW-Spuren in der Wiesn sind, dann wirds teuer." Wir haben die Container aber dann doch nicht mit Unsere Videostars und Innsbrucker Studienkolleginnen Melanie Spangl und Laura Zimmermanndem Hubschrauber einfliegen lassen, also sei auch einmal ein Dank an die offiziellen Stellen in Wien ausgesprochen, die dann doch bewundernswerte Flexibilität und Sportverständnis zeigten.

Die größte Sorge in der unmittelbaren Vorbereitung bereitete dann der angekündigte Sturm, der viel Improvisation erforderlich machte. Die geplanten und bestellen Zelte (Garderoben, Verpflegung, ...) brauchten wir nicht einmal auspacken, den Gebrauch von Absperrbändern mussten wir auf das Notwendigste reduzieren. Die akribisch geplante Gasse aus farbigen Luftballonen den Rodelhügel hinauf musste durch Farbe aus der Spraydose ersetzt werden. Schon fast filmreif war dann das sisyphos-artige Bemühen des ÖLV-Mitarbeiters in der Früh vor dem Rennen, der die ÖLV-Sponsorentransparente auf die Absperrgitter spannte, zum nächsten Gitter ging, worauf sofort das vorherige Gitter samt Tranparent vom Wind umgeblasen wurde, usw. Aber die Bäume hielten und die Strecke wurde zum Glück nicht ganz verweht.

Attraktion auch für die Zuschauer und Betreuer: unser heartbreak hillWir haben bei und nach der Veranstaltung in persönlichen Gesprächen, in e-mails und Telefonaten soviel positive Rückmeldungen über die Veranstaltung erhalten, d.h. es dürfte ganz gut angekommen sein. Das Lob aus dem Mund vieler Sportler, Trainer und Funktionäre freut uns natürlich sehr und man muss dieses Lob auf das ganze Team der vielen Mitarbeiter verteilen, die mehr oder weniger sichtbar Anteil an diesem Erfolg haben. Stellvertrend für viele ähnlich lautende Rückmeldungen ein Schreiben der Union Waidhofen/Ybbs: "Gratulation zu der Veranstaltung gestern. Habts es nicht leicht gehabt mit dem Wind. Aber ihr habt es PERFEKT gemeistert. So sollen ÖM organisiert und durchgeführt werden! Würdige Strecke noch dazu! " Auch Mag. Hannes Gruber, ÖLV-Sportdirektor und der Mann, der den Überblick hat über alle Meisterschaften, hat am Dienstag nach dem Rennen geschrieben:

"Gratulation für die engagierte und reibungslose Abwicklung der ÖSTM Crosslauf. Ich bin gestern von der Hallen-WM zurückgekommen und habe heute von verschiedenen Seiten nur Positives gehört." Weiteres Lob gab es aus sehr berufendem Munde, nämlich von Nationaltrainer Hubert Millonig: "Lob von nahezu allen Teilnehmern für eine gut organisierte Österreichische Crossmeisterschaft in Wien. Trotz des manchmal sehr starken Windes, der es für den Veranstalter nicht immer einfach machte, gab es eine perfekte Organisation auf einer gut ausgewählten Strecke, die uns spannende Wettkämpfe in allen Klassen brachte."

Möglich wurde dieser Wettkampf erst durch die Unterstützung des WLV-Präsidenten Wolfgang Layr und "seiner" Volksbank Wien. Ein Dank gilt auch dem Sachsponsor Ströck, der größten WienerDir. Wolfgang Layr überreicht Andi Vojta die Goldmedaille, der "mit V wie Flügel" lief Biobäckerei, die für die Labestation und v.a. für die Riesengebäcke bei der Siegerehrung verantwortlich zeichnete.

Ein großes Team von Mitgliedern des team2012.at und auch WLV-Helfern arbeitete perfekt für diese Sache mit großem Einsatz und freiwillig zusammen. Von Seiten des WLV war dies vor allem Silvia Funktionelle Nutzung eines Maulwurfshügels zur StreckenbegrenzungHofbauer mit ihrem Team, dazu von unserem Verein Helmut Stachowetz    , Herbert Fuxberger, Andreas Mühlbacher, Reinhard Zlomek, Christoph Vetchy, Ursula Zauner, Sonja und Willie Stadlmann, Manfred Böhm, Helmine Böhm-Lilge, Carina Lilge-Leutner und einige andere. All diesen sei großer Dank ausgesprochen!