Aug   September 2010   Okt

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25.7. EM-TAGEBUCH, Tag 1

Leichtathletik-Europameisterschaft in BarcelonaTag 1 in Barcelona: kein Skandal, kein Zickenkrieg, nur ein (typischer) Unfall, warme Pullover, 17 Minuten Dauerlauf, sonst alles im Plan.

Das ÖLV-Team ist mittlerweile fast vollständig in Barcelona eingetroffen. Wenn bei den Wettkämpfen nur halb so viele Zuschauer sind wie heute in der Früh Reisewillige am Flughafen Schwechat, dann kann ja nichts mehr passieren. Der ÖLV schaut ja auf seine Athleten und Trainer, deshalb bekamen zumindest die Männer schön warme, dicke, schwarze Kapuzensweater mit auf die Reise. Vielleicht nicht ganz ideal für die heutigen 31 Grad in Barcelona, aber vielleicht zur Tarnung bei einem Banküberfall oder, wie ÖLV Sportdirektor Gruber meinte: "Mit der Kapuze kann man super den schütteren Haarwuchs verstecken". DAS braucht unser Andi Vojta aber sicher am allerwenigsten!

FAndi Rapatz bei der verdienten Erholung angesichts eines 17-minütigen Dauerlaufesür richtiges Training ist es an den Tagen vor dem großen Wettkampf ja schon zu spät, jetzt gehts nur mehr darum, bestmöglich ausgeruht und trotzdem "scharf" an der Startlinie zu stehen. Deshalb gabs heute Abend (ähnlich der Startzeit am Mittwoch) für Andi nur lockeres Training im Aufwärmstadion (leider mit Sichtschutz zum angrenzenden Strand) mit einem kurzen, lockeren Fahrtspiel auf der Bahn, um ein letztes Mal das anaerobe System ganz wenig anzureizen. Sichtlich beeindruckt war Andi von der portugiesischen Kugelstoßerin, wo er sich im Fall des Falles lieber aufs Davonlaufen konzentriert hätte.

Gemeinsam ist die Läufergruppe zum Stadion hingelaufen (8,5 Minuten Laufzeit bei ca. 6:00/km). Andi Rapatz, unser 800m Hallen-WM-Semifinalist, hatte seine Akkreditierung vergessen und wurde nicht eingelassen. "Kein Problem, dann lauf ich halt langsam wieder heim, genügt eh schon" meinte er und bewegte sich wieder langsam nach Hause. Man muss ja wirklich wissen, wann es genug ist.

Einen klassischen Sportunfall gab es heute auch schon. Ausgerechnet teamleiter Wilhelm Lilge ging forschen Schrittes zum Mittagessen im Hotel, wollte rechts zu den Tischen und wummm donnerte er mit dem Kopf gegen einen Spiegel, der sich nicht sofort als solcher erkenntlich gezeigt hatte. Der richtige Weg wäre wohl links gewesen, aber was solls. Das Nasenbluten, die Beule am Kopf und die wehe Schulter werden wieder gut werden, der Spiegel hats überstanden, das Eck in der Nase war angeblich schon vorher und beim Wettkampf müssen eh andere starten.

Morgen Vormittag gibts dann eine Trainingsmöglichkeit im Olympiastadion am Montjuic, wo Andi am Mittwoch um 20:40 zum Semifinale antreten wird. Am Abend beginnt dann die eigentliche EM mit der Eröffnungsfeier im Zentrum von Barcelona und wird sind natürlich dabei.