Pisa-Marathon - aus der Sicht von Michael Höflechner

Foto zVg
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In Pisa gibt's mehr als den schiefen Turm. Wie auch im nahen Florenz gibt's hier spät in der Saison einen Marathon für alle jene, die das Kalenderjahr nicht ohne neue Bestzeit abschließen möchten ;-)


Michael Höflechner vom team2012.at war dort und hat 10 Wochen nach seinem Marathon in Graz diese Chance genützt - und zwar überaus erfolgreich! 

 

Sein Bericht:

"Nachdem ich in Wien und Graz mit je 2:49 noch nicht ganz zufrieden war für heuer, hab ich mich entschieden, noch einen dritten Marathon in Angriff zu nehmen. Pisa ist es deshalb geworden, weil mein Freund und Kollege Stefan Werner dort auch startete und vom Vorjahr sehr begeistert war. Er fungierte auch als Pacemaker für mich, was die Sache erheblich einfacher machte.

 

Bei nahezu optimalen Bedingungen (3-5 C°, windstill, trocken) starteten wir mit dem Plan, eine 2:47:.. zu laufen. Geplant war, die ersten 15km im 4:00er schnitt, die zweiten 15km im 3:55er schnitt. Stefan alias "das Schweizer Uhrwerk" Werner brachte die Pace auf die Sekunde genau hin. Der erste hm wurde in 1:23:50 passiert. Da ich bei meinen vergangenen Marathons bei den letzten 10 km immer die Energie fehlte, beabsichtigen wir bewusst so langsam anzugehen, dass es einen Negativ-Split ergibt. Dies hat sich auch bezahlt gemacht, denn nach 30 km waren die Beine noch unglaublich locker, sodass die Pace ohne Schwierigkeiten zu halten war. Als die Beine bei km 37 immer noch nicht müde werden wollten, erhöhten wir die Pace zuerst auf 3:50 und von km 39-41 sogar auf 3:47. Da aber bei km 41 immer noch enorm viel an Energie da war, und nicht das geringste Anzeichen an Müdigkeit, wurde der letzte km noch in 3:32 absolviert, was einen 2. hm von 1:21:27 ergab.

 

Das bedeutete eine Endzeit von 2:45:17 und somit eine neue PB, über welche ich mich sehr freuen konnte! Die Marathonstrecke selbst verläuft nur für ca. 6-8 km in der Stadt. Die restliche Zeit geht es durch die wunderschöne toskanische Landschaft, angefangen vom Flussufer der Arno, über herrliche Waldabschnitte und Alleen entlang bis zu einem 5km langen Strandabschnitt direkt am Meer. Ein komplett flacher und landschaftlich atemberaubender Marathon. Da stört es gar nicht, dass auf der Strecke selbst überhaupt keine Zuschauer waren - die hätten eh nur die Aussicht verdeckt :)"

In Pisa gibts eben nicht nur einen schiefen Turm! Foto: zVg
In Pisa gibts eben nicht nur einen schiefen Turm! Foto: zVg