team2012.at - ein Sportverein neuen Stils!

 

Wir bieten dir:

Wir verwehren uns gegen jede Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir haben aber etwas gegen Doping, Rauchen und Dummheit. Wie im Sport üblich verwenden wir die Anrede "du". Wir "gendern" nicht und sind auch sonst politisch ziemlich unkorrekt. ;-)

 

Letztes update: 23.4.2019


Termine unserer Laktattests in Wien für Lauf und Rad werden laufend aktualisiert. 



news

 

Anm: aktuelle persönliche Betrachtungen von Wilhelm Lilge findest du unter "quergeschrieben"



Bier oder Pokal? Clemens Winter Gesamtsieger beim Jauerling-Berglauf vor schwieriger (?) Entscheidung! ;-)

Clemens Winter als Sieger des Jauerling-Berglaufes (Foto zVg)
Clemens Winter als Sieger des Jauerling-Berglaufes (Foto zVg)

Clemens Winter ist gewiss v.a. ein starker Bergläufer, aber auch einer unserer lustigsten Typen. Der Fahrradmechaniker (auch in dieser Hinsicht eine Empfehlung!) startete beim traditionellen Jauerling-Berglauf, der zumindest in Ost-Österreich einen Berglaufklassiker darstellt, zum Österreichischen Berglauf-Cup zählt und als einer der ersten Bergläufe der Saison eine wichtige Standortbestimmung darstellt.

 

Er scheint im Training - auch im Trainingslager in Portugal (insider...) - einiges richtig gemacht zu haben!

 

Clemens konnte also einen ungefährdeten Gesamtsieg bei diesem Rennen feiern, aber lassen wir ihn selbst berichten:

 

 

"Meine erste Aufgabe, die Aufnahme eines Fotos von mir beim Jauerlingberglauf, scheiterte kläglich. Ich, nicht besonders Foto-affin, postierte meine Freundin gleich nach dem Start, damit sie diese Aufgabe für mich erledigt. Meine Streckenkenntnisse waren nicht besonders ausgeprägt, denn schon am Start soll sich zeigen, dass es in die andere Richtung losgeht (wer nimmt schon an, dass man beim Berglauf bergab startet.)

 

 

Trotzdem gestaltete sich der weitere Verlauf wesentlich erfolgreicher. Ich lief vorne weg, die ersten 800m in Begleitung und fand rasch einen angenehmen und flotten Rhythmus für die erste, steile Phase des Rennens. Der Weg hielt nun auch flachere Passagen bereit, die ich zum Luftholen nutzte, da meine Verfolger außer Sichtweite waren und ich nicht genau wusste was noch alles auf mich zukommt. Nach ungefähr der halben Distanz (km 4 knapp) erreicht man ein 500m langes Asphaltstück, das etwas abflacht, und auf dem ich wieder etwas Speed aufnehmen konnte. Es folgte eine wellige Waldpassage, dann ein steiler asphaltierter Schlussanstieg, dem ich dann auch meine passable Zielzeit von 40:25 verdanke.

 

 

Die Strecke war immer super markiert, was das vorne weg laufen leicht gemacht hat. Das schaffen nicht alle Veranstalter. Belohnt wurde ich mit einem Osterbier der Hasenbrauerei und meinen Pokal tauschte ich gegen ein zweites Bier ein. So gings nach der Siegerehrung talwärts nach Spitz."

 

In Linz beginnts für Lukas Gärtner gleich mit einem 2:33 Marathon - und andere Bestzeiten!

Lukas Gärtner bei seinem Marathon-Debut in Linz (Fotocollage: privat)
Lukas Gärtner bei seinem Marathon-Debut in Linz (Fotocollage: privat)

Lukas Gärtner (LTV Köflach) wird nun schon einige Jahre mit Trainingsplänen von uns betreut, in dieser Zeit durften wir ihn v.a. zu Berglauf-WM und vielen Erfolgen im Langstreckenlauf begleiten.
Gestern startete er erstmals in Linz über die klassische Marathondistanz. Er hoffte dabei auf eine Zeit von unter 2:35, tatsächlich wurden es gleich 2:33:43!
Wie schreibt er selbst?
"#Marathon macht Spaß wenn man es sich richtig einteilt. #learning Negativ ist beim Marathon positiv 😜 "

Ja, seine Taktik mit zwei Hälften in 1:18 + 1:15 (!) ließ ihn nicht nur zu dieser grandiosen Endzeit laufen, sondern die zweite Hälfte, wo er quasi durchs Feld vieler starker Läufer durchlief, machte richtig Spaß.

Am Tag vor dem Rennen schrieben wir noch über die Bedeutung einer zu Beginn defensiven Renngestaltung, nach dem Rennen schrieb Lukas zurück und formulierte gleich die nächsten Ziele: 

 

"danke für die Tipps, ich hab sie befolgt und es ist mir sehr gut gegangen. Auf der zweiten Hälfte war ich deutlich schneller und konnte mich noch nach vorne kämpfen. Der Split war ziemlich negativ 1:18:10 vs 1:15:30.

Jetzt bin ich aber wieder Bergläufer. Nächstes Ziel sind die ÖM Berglauf bei uns in Köflach am 2.6. und eine Woche drauf auch die Trail WM (44k/+-2200hm) in Portugal. "

 

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Martin Mistelbauer erkämpft sich mit 2:28:22 den 25. Gesamtrang beim VCM - und viele andere Bestleistungen unserer Athleten!

Martin Mistelbauer gut gelaunt wie immer auf "seiner" Hauptallee
Martin Mistelbauer gut gelaunt wie immer auf "seiner" Hauptallee

In den letzten beiden Jahren hatte Martin Mistelbauer ("Hamza")immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, auch wenn diese nicht immer vom Laufen kamen...

 

Diesmal kam er aber ziemlich gut durch den Winter, im Februar/März gabs wieder kleinere Probleme, aber die letzten Trainingswochen verliefen gut. Entsprechend zuversichtlich stand er heute am Start des Wien-Marathons, die sehr guten äußeren Bedingungen sollten eigentlich ein kooperativer Begleiter auf dem Weg zu einer guten Leistung sein.

 

Und so kam es auch. Er hatte als schnellster Nicht-"Team Austria"-Läufer keinen eigenen Tempomacher, sondern schloss sich über weite Teile der Strecke einer Elite-Läuferin an. Konzentriert spulte er Kilometer um Kilometer ab und erreichte die (nun bereits ziemlich einsame) Halbmarathonmarke in 1:13.

Wer die Strecke des VCM kennt, weiß, dass die zweite Hälfte etwas schwieriger ist. Der Streckenverlauf wurde heute eine Spur insofern entschärft, weil der (in Wien eher seltene) Südostwind für leichten Rückenwind vom Lusthaus (ca. km 33,5) bis zum Ziel sorgte.

 

Ab km 35 wurde es für Hamza aber richtig hart. Die Oberschenkel versuchten erfolgreich deren Aufmerksamkeit über Gebühr zu erregen. Der schlechte Asphalt und die Straßenbahnschienen in einer Kurve bei km 38 führten dann in Kombination mit kurzem Konzentrationsverlust (ein Radfahrer fuhr ihn von hinten fast nieder) zu einem heftigen Krampf. In diesem Moment war Weiterlaufen nicht möglich. Ca. 30 Sekunden Stopp am Gehtsteig, dann 50m gehen-humpeln, dann wieder langsam und vorsichtig zu traben beginnen. Das war der Moment, wo der Traum von einer 2:26er Zeit sich in Illusion verwandelte. Aber Hamza war mental so fokussiert, dass er keine Sekunde ans Aufgeben dachte. Das Ziel war in diesem Moment nah, aber doch so fern.

 

Der Laufschritt wurde - voll konzentriert laufend - dann wieder etwas runder. Die eher mitleidigen Blicke (und Bemerkungen) der Zuschauer wandelten sich wieder in ein wertschätzendes Anfeuern und Antreiben. Es kam der Moment, wo Hamza wusste: "ok, das Ziel seh ich jetzt gleich". Das beflügelte ihn noch etwas und entlockte ihm auf der Zielgeraden vor dem Burgtheater wieder sein gewohntes Lächeln, das zu seinem Markenzeichen geworden ist.

 

Nach 2:28:22 überquerte er die Ziellinie. Das ist rund eineinhalb Minuten schneller als bei seinem bisher schnellsten Wien-Marathon (2016) und bedeutete auch, dass er insgesamt viertschnellster Österreicher wurde. Und das ergab auch Rang 25 in der Gesamtwertung der Männer.

Im Ziel schwankten die Emotionen zwischen Glück und "schade, eigentlich wärs noch ein bisserl schneller gegangen!". Wer ihn aber bei km 38 am Streckenrand stehen gesehen hat, hätte diese Zeit nicht mehr für möglich gehalten. Das war es aber, was den Marathonlauf ausmacht: Tiefpunkte und Krisen überwinden, positiv bleiben bis zur Ziellinie - Hamza hats vorgezeigt!

 

Aber auch mehrere andere Läufer des team2012.at durften sich über hervorragende Leistungen und Bestleistungen freuen. Ein kleiner Auszug daraus:

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Die Holkovic' bei der Masters Hallen Weltmeisterschaft

Klaus Kohout, Elisabeth Pöltner-Holkovic und Gerald Holkovic als stolze Vertreter Österreichs bei der Hallen WM der Masters 2019
Klaus Kohout, Elisabeth Pöltner-Holkovic und Gerald Holkovic als stolze Vertreter Österreichs bei der Hallen WM der Masters 2019

Unsere Masters Hallen-Europameisterin Elisabeth Pöltner-Holkovic (W 45) und Österr. 800m Hallenrekordhalter (M 55) Gerald Holkovic starteten bei der Hallen-Weltmeisterschaft der Masters in Torun (POL). Die Vorbereitung auf diesen Wettkampf verlief vielleicht etwas "unrund", aber lassen wir die beiden selbst schreiben: 

  

"Die Oldies melden sich von der Masters WM zurück - heuer zwar nicht mit Jubelmeldungen über eine top Platzierung oder gute Zeiten, aber mit unglaublich vielen positiven Eindrücken: alleine in einer solch schönen Halle laufen zu können, ist - wenn man Dusika Verhältnisse gewohnt ist - die Reise wert.

 

Die Vorbereitung war heuer krankheitsbedingt nicht gerade optimal: wir hatten je einen einzigen 800m Wettbewerb in den Beinen (wobei Geri mit dem österreichischen Hallen-Rekord in der M55 einen top Wettkampf hatte!), aber ansonsten konnten wir aufgrund hartnäckiger Verkühlungen keine weiteren Vorbereitungswett-kämpfe bestreiten. Und bei der WM läuft so und so noch eine ganz andere Liga mit - insofern haben wir auch nicht mit Wundern gerechnet.

 

Aber dass Geri mit einem gezerrten Wadl ins Ziel humpeln musste und ich mich nach 1300m kurzfristig entschieden habe, doch lieber beim Bahn-Gehen mitzumachen (ja, ja - das Laktakt macht´s möglich!! Und wenn dann das gesamte Feld einfach über einen hinwegrollt wie ein D-Zug, ist´s sowieso aus … ) - das hätten wir uns halt auch nicht erwartet. Aber sei´s drum! Dabei sein ist alles!! Für das nächste Mal heissts:

Citius, altius, fortius!! 

Liebe Grüße

Elisabeth / Geri"

Anm: Elisabeth erreichte schließlich in 5:02,66 Rang 8, was für eine WM doch mehr als beachtlich ist!

 

 

ERGEBNISLISTE 1500m W45.

Markus Reißelhuber wird österreichischer Meister im Crosslauf der U 16!

Markus zeigt stolz die hart erkämpfte Medaille/Urkunde (Foto: Maria Reißelhuber)
Markus zeigt stolz die hart erkämpfte Medaille/Urkunde (Foto: Maria Reißelhuber)

Geträumt hat er davon und manchmal werden Träume im Sport schneller wahr als man denkt...


Markus Reißelhuber kam vor einem Jahr erstmals zum gemeinsamen Training zum team2012.at. Davor war er bei einem Kinderlauf, wo Andreas Vojta als "Bremsläufer" im Einsatz war, mit dem schnellsten österreichischen Läufer ins Reden gekommen und fragte nach einem Verein, wo man ihn bei seiner Lauf-Leidenschaft unterstützen würde. Er kam zu uns, machte einen Laktattest und trainierte fleißig anhand der Vorgaben.

 

Der ruhige und bescheidene Läufer aus dem eher beschaulichen Harmannsdorf (im Weinviertel in der Nähe von Korneuburg) entwickelte sich von Monat zu Monat merklich weiter und gewann auch bei diversen Straßenläufen in seiner Altersklasse. Anderen aufgefallen ist er spätestens bei den Wiener Crosslaufmeisterschaften im letzten November, wo er - damals noch in der U14 laufend - erstmals Wiener Meister wurde.

 

Dabei ist Markus sehr vielseitig unterwegs. Er spielt leidenschaftlich gern für seinen örtlichen Fußballverein und macht fast jeden Tag eine andere Sportart. Fußball verhinderte auch fast seinen Start bei der österreichischen Crosslaufmeisterschaft.

 

Am vergangenen Dienstag kontaktierte mich seine Mutter, dass Markus nicht zum Lauftraining kommen könnte. Warum? "Na ja, beim Fußballspielen hat ihm ein Mädchen (!) ihr  Knie in seinen Oberschenkel gerammt. Das tut jetzt höllisch weh..." Also waren wieder mal die Mädels schuld. ;-)

 

Am Donnerstag gings aber schon besser, das Abschlusstraining mit Tanja Stroschneider und Ücler Yilmaz brachte ihn nicht sonderlich zum Schnaufen, der Start in Innsbruck war somit fixiert. Also fuhr er mit seiner Mutter, die ihn beim Sporttreiben vorbildlich unterstützt, ohne ihn zu pushen oder ihn unter Druck zu setzen, am Samstag mit dem Zug nach Innsbruck.

 

Punkto coolness steht er Andreas Vojta nicht viel nach, Nervosität ließ er sich bei seinem ersten Start bei einer Österreichischen Meisterschaft jedenfalls nicht anmerken.

 

Aber lassen wir ihn selbst den Rennverlauf schildern:

"In der ersten Runde bin ich zuerst hinter dem Emil (Anm: Bezecny) gelaufen, auf der großen Runde bin ich dann vorgegangen. Einmal bin ich bei so einer Kante hängengeblieben, da hat es mich fast aufzaht. Aber entweder bin ich dann schneller geworden oder die anderen langsamer, jedenfalls hab ich dann gemerkt, dass hinter mir eine kleine Lücke entstanden ist. Na ja und dann wars nimmer so weit ins Ziel und ich hab mich zsammgrissen, damit ich vorne bleib."

 

Am Ende war Markus jedenfalls 2 Sekunden vor dem Zweitplatzierten im Ziel. Sein Sieg gegen das große und dichte Feld ist umso wertvoller, weil Markus als Jg. 2005 nächstes Jahr immer noch in dieser Altersklasse startberechtigt ist und der nächste gleichaltrige Läufer gleich 27 Sekunden hinter ihm ins Ziel kam.

Andreas Vojta kam übrigens in der U16 damals "nur" auf den 2. Rang, er gewann erstmals in der U 18. Die letzten U 16 Titel für das team2012.at hat Lisa-Maria Leutner gewonnen.

 

Neben Markus Reißelhuber war für das team2012.at am anderen Ende des Spektrums Philipp Meixner über die Langstrecke der Männer im Einsatz. Er startete natürlich mit anderen Erwartungen und berichtet nach dem Rennen:

"Die Crossmeisterschaft wurde gestern auf einer richtig anspruchsvollen Strecke ausgetragen. Hat mich sehr für Markus gefreut, dass er seinen Lauf für sich entscheiden konnte und Staatsmeister in der U16 werden konnte. Bin mit meinem Lauf sehr zufrieden. Habe mir die Strecke gut eingeteilt und konnte am Ende wieder etwas zulegen. Den Sprint um Platz 28 habe nicht mehr gewinnen können. Habe es nicht geschafft die Lücke vor der "Wand" zu schließen und als Erster die Steigung (ingesamt 7x) hinauf zulaufen. Am Ende hat es für Platz 29 in 38:03 gereicht. Das war gestern meine erste aber sicher nicht meine letzte Cross Meisterschaft. Schade dass es in Wien nicht solche Strecken gibt."

 

ERGEBNISSE 

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Kein Wunder für Andreas Vojta - Rang 25 bei EM, Finale verpasst

Andreas Vojta in der Anfangsphase des 3000m-Rennens (Foto: Olaf Brockmann)
Andreas Vojta in der Anfangsphase des 3000m-Rennens (Foto: Olaf Brockmann)

Andreas Vojta hat mittlerweile nicht nur eine sehr große nationale und internationale Erfahrung im Laufbereich, sondern auch eine große Bandbreite hinsichtlich Disziplinen. Er ist in seiner Karriere die 400m in 48,8" gelaufen, seine 800m Zeit von 1:46,59 bedeutet die zweitschnellste je von einem Österreicher gelaufene Zeit, über 1000m hält er den Österreichischen Rekord (2:18,06), über 1500m war er bei den Olympischen Spielen, über 5000m holte er - wie zuvor über 800m - die Bronzemedaille bei der Universiade und auf 10.000m lief er letztes Jahr mit 28:33 eine grandiose Zeit. Er startete 10 x in Folge bei Crosslauf-Europameisterschaften, wurde heuer im Februar zum 10. Mal in ununterbrochener Folge 1500m Hallen-Staatsmeister und startete heute das 5. in Folge bei einer Hallen-Europameisterschaft.

 

Die Hallensaison in diesem Jahr "nimmt er mit", weil sie eben da ist und weil er über 3000m - die längste Laufstrecke in der Halle - das Limit deutlich unterboten hat. Andere Läufer gibt es derzeit nicht, die ihm den Platz streitig machen, er war wieder der einzige qualifizierte ÖLV-Läufer. Als Betreuer wurde ihm vor Ort vom ÖLV der deutsche Läufer (und Freund) Richard Ringer zugewiesen, der über Nada Pauer - die heute über 3000m Rang 12 erreichte - eine enge Beziehung zu Österreich hat.


Während es bei den Frauen nur das Finale mit 16 Läuferinnen gab, waren bei den Männern 38 Athleten gemeldet, von denen dann tatsächlich je 17 Läufer in den beiden Vorläufen am Start waren. Von den Meldezeiten, also der "Papierform" her, war Andreas 30. von den 38 gemeldeten Läufern. Favoritendruck hatte er daher keinen...

 

Andreas wurde in den zweiten Vorlauf gesetzt, wobei der erste Vorlauf extrem flott und ohne taktische Spielereien gestaltet wurde. Nachdem nur die jeweils ersten 4 der Vorläufe plus die insgesamt weiteren 4 zeitschnellsten Läufer einen Platz fürs Finale bekamen, wusste Andreas am Start, dass er fürs Finale mindestens Rang 4 im 17-köpfigen Läuferfeld benötigen würde.


Der zweite Vorlauf verlief von Beginn an anders als der erste Lauf, da war kein richtiger Zug drinnen sondern viel Geschubse, Tempowechsel, Auflauern und Zwischensprints. Das ist natürlich der Tod für eine schnelle Endzeit, Andreas musste den ersten Kilometer auch praktisch durchgängig auf Bahn 2 laufen, sich ganz innen einsperren zu lassen hätte wieder hohe Sturzgefahr bedeutet.

Die 1000m-Marke wurde von Andreas in ca. 2:43 passiert, doch bis dahin hatte er für so eine Zeit schon zu viel Energie aufwenden müssen, die ihm dann im weiteren Verlauf des Rennens offensichtlich fehlte.

 

Vorne konnte sich eine Gruppe absetzen, der Andi nicht mehr folgen konnte. Wenn man realisiert, die Chance aufs Finale schwindet von anfangs unwahrscheinlich von Meter zu Meter mehr in Richtung Null, wird auch nicht die für eine gute Leistung notwendige Extraportion Adrenalin frei. Andreas kämpfte zwar weiter, verschenkte nichts, aber das war nur mehr ein (relativer) Murks.

 

Schließlich kam er mit einer Zeit von 8:09,72 ins Ziel. Für ein unrhythmisches Rennen ist diese Zeit zwar kein Desaster aber weit weg von einem "Wunder", das für den Finaleinzug notwendig gewesen wäre. Für eine Finalqualifikation über die Zeit wären 7:55 notwendig gewesen, also rund 5 Sekunden schneller als die Saisonbestzeit von Andreas.

 

In der Gesamtabrechnung belegte er damit Rang 25, etwas besser als es der Papierform entsprochen hätte.

Jetzt geht's weiter an die Arbeit, die Freiluftsaison wartet und damit auch die Rennen und die Strecken, auf denen Andreas mittlerweile "daheim" ist.

 

ERGEBNIS

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