team2012.at - ein Sportverein neuen Stils!

 

Wir bieten dir:

Wir verwehren uns gegen jede Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir haben aber etwas gegen Doping, Rauchen und Dummheit. Wie im Sport üblich verwenden wir die Anrede "du". Wir "gendern" nicht und sind auch sonst politisch ziemlich unkorrekt. ;-)

 

Letztes update: 24.4.2017


Termine unserer Laktattests in Wien für Lauf und Rad werden laufend aktualisiert. 



news

 

Anm: aktuelle persönliche Betrachtungen von Wilhelm Lilge findest du unter "quergeschrieben"



Läuferische und andere Erlebnisse bei einem Halbmarathon - Tamara und Armin Walter

Tamara Walter beim Wörthersee-Halbmarathon 2016 (Foto: Armin Walter)
Tamara Walter beim Wörthersee-Halbmarathon 2016 (Foto: Armin Walter)

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon. Jetzt schnell neue Ziele setzen, das hilft der Regeneration und der Motivation!


Eines der nächsten Ziele könnte im Sommer ein flotter Halbmarathon sein, z.B. bei "Kärnten läuft" der Halbmarathon. Tamara Walter, die seit einiger Zeit nach einem Trainingsplan vom team2012.at trainiert und sich jetzt sehr über den geschafften Marathon in Wien freut, war dort voriges Jahr dabei. Ihr Mann, Armin Walter, ist nicht nur ihr treuer Begleiter bei Training und Wettkampf, sondern er schafft auch das in diesem Zusammenhang Erlebte in schöne Worte zu kleiden.

 

Die wollen wir euch nicht vorenthalten. Absolut lesenswert und inspirierend! 

 

"Wörthersee Halbmarathon - Der Tag der Schmerzen

Er begann, wie es sich für so einen Tag gehört – mit aufstehen. Ein an und für sich unerfreuliches Ereignis wird durch die Uhrzeit zur Pein. Sechs Uhr Tagwache. Am Abend davor fürchtete meine liebe Frau, vor Aufregung nicht einschlafen zu können. Der treusorgende Ehemann an ihrer Seite gab ihr mit seinen sanften Worten Kraft und vor allem Ruhe, so dass sie gegen 23 Uhr die Augen schloss. Leider nicht den Mund. Aus dem hörte der Ehemann nämlich Töne, die er noch nicht gehört hatte. Jedenfalls nicht von seiner lieben Frau. Vor vielen Jahren versetzte ihn Linda Blair mit ähnlichen Geräuschen in „Der Exorzist“ als vom Leibhaftigen Besessene in Angst und Schrecken. Deswegen geht man sich ja einen Horrorfilm ansehen. 

 

Im Schlafzimmer, am Abend vor einem Halbmarathon, kommt das bei mir weniger gut an. Mit einem leisen „Dreh dich bitte auf die Seite“ versuchte ich, ihr den Teufel auszutreiben, erst ein Gebrülltes „NESPRESSO, WHAT ELSE?!“ bescherte ihr gegen 2 Uhr Traumbilder, die sie zum Schweigen brachten. Ich genoss die Stille und war drauf und dran, in einen kurzen, aber erholsamen Schlaf zu fallen, als George Clooney seinen Kapselkaffee ausgetrunken hatte und sich von ihr verabschiedete. Der Leibhaftige hatte aber noch Zeit für sie. Nach geschätzten 17 Minuten in einem dämmerartigen Zustand weckte mich meine liebe Ehefrau mit einem Kuss. „Guten Morgen, mein Schatz. Hast du auch so gut geschlafen?“, hörte ich eine Stimme die mir zwar bekannt war, aber die ich nicht genau zuordnen konnte. „Nein, nicht so gut“, sah ich mich antworten, als ich über meinem Körper schwebte. „Das war die Aufregung“, sagte die Stimme. „Ja, wahrscheinlich.“

 

Nach einem wortlosen Filterkaffe in einer dämmrigen Welt, die ich so noch nicht kannte, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof in Klagenfurt. Von dort brachte uns ein Sonderzug mit lauter Menschen, die anscheinend gut und ausgiebig geschlafen hatten, nach Velden. Die halbstündige Fahrt nützte meine liebe Frau, einen Powerriegel im Gegenwert von 500 Kalorien zu sich zu nehmen. „Willst deinen nicht auch essen“, fragte sie die fremde Lebensform, die neben ihr saß. „Meine Magennerven sind noch nicht auf Nahrungsaufnahme eingestellt“, dachte ich. Sprechen konnte ich noch nicht. In Velden strömten hunderte Menschen mit blauen Leibchen aus dem Blechwurm und wir schlossen uns dem Prozessionszug der „Kärnten läuft“ Sekte an. Nach kurzem Fußmarsch erreichten wir den Startbereich. Ich wusste, ich war an dem Ort, an dem ein neuer Stern am Läuferhimmel aufgehen würde.

Wie bei allen Lauf-Großveranstaltungen war der Startbereich in Blöcke nach der erwarteten Endzeit eingeteilt. Die schnellsten Läufer vorne, die langsamsten hinten. Punkt 8.45 Uhr ertönte der Startschuss für den vordersten Läuferblock. Wir mussten noch etwas warten, da wir uns aus lauftaktischen Gründen an der Tafel „länger als 2:01“ ganz hinten einreihten. Wir wollten das psychologische Moment für uns nutzen. Jeder Läufer, den wir überholen, würde uns noch stärker machen. Kurz nach neun Uhr war es so weit. Ein mächtiger Kanonenschlag war unser Zeichen. Von Endorphinen durchflutet riss ich euphorisch meine Hände in die Höhe. Jetzt konnte mich nichts mehr stoppen. Außer vielleicht die Laufgeschwindigkeit meiner lieben Frau, aber darauf konnte ich jetzt keine Rücksicht mehr nehmen.
Im Pulk ging es durch Velden, wo uns die klatschende Menge auf unserem Weg verabschiedete. Ich winkte ihnen freundlich, wie es Athleten eben so zu tun pflegen. 21 Kilometer lagen nun vor uns. 21 Kilometer?! Bist du deppat!

 

KM 4: Ich schwitze, als wären meine Poren so groß wie die vom „Das Boot“- Kapitän Jürgen Prochnow. Auch bei meiner lieben Frau, die sich bemüht, mein Tempo zu halten, zeigen sich auf der Stirn erste Tropfen. Aber sie schwitzt generell wenig.

KM 7: Einer unserer vielen Überholvorgänge. Ein etwa 75jähriger Mann, irrsinnig drahtig, hat trotz dieser neuartigen Kompressionsstrümpfe, die ermüdungsfreieres Laufen ermöglichen, keine Chance gegen meinen Angriff. Der Geschwindigkeitsunterschied ist zu groß. Ich täusche zuerst links an. Als er die Lücke schließen will, schere ich blitzschnell rechts aus und bin mit vier, fünf schnellen Schritten an ihm vorbei. Um Kraft zu sparen, hält sich meine liebe Frau aus unserem Zweikampf heraus und läuft zwei Meter daneben an ihm vorbei. 

 

KM 10: Labestation! Ich schnappe mir den Becher Wasser und eine Banane von einer der vielen helfenden Hände und trinke natürlich im Laufen, um keine Zeit zu verlieren. Meine liebe Frau bleibt stehen, weil sie sagt, dass sie beim Laufen nicht trinken kann. Wenn ich mich an der Banane nicht verkutzt hätte, wäre meine liebe Ehefrau an ihren Schrittmacher nicht mehr herangekommen. Da sie wusste, dass nur mit meiner Hilfe eine gute Zeit zu erwarten ist, hat sie gewartet, bis mein Hustenanfall vorbei war.

KM 14: Zwei Drittel der Distanz sind geschafft. Meine Waden brennen wie Feuer, meine Knöchel schmerzen, meine Lungenbläschen haben aus unerfindlichen Gründen ihre Fähigkeit zum Gasaustausch verloren. Atmen erscheint als völlig sinnloser Vorgang. Ich versuche, den Sauerstoff über die Haut aufzunehmen. Meine liebe Ehefrau schwitzt auch schon.

 

KM 19: Sagt zumindest meine liebe Frau, die das Schild mit der Distanzmarkierung gesehen hat. Mein Körper hat die Versorgung jener Organe, die nicht direkt mit der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen beschäftigt sind, bereits eingestellt. Mein Körper schmerzt von den Ohrläppchen zu den Zehennägeln. Nur mein eiserner Wille lässt mich noch einen Fuß vor den anderen setzen. Und warum? Ich habe mich zu sehr auf Laufgeschwindigkeit meiner lieben Frau eigestellt. Anstatt lange, kraftvolle, ausladende Schritte zu machen, habe ich mich ihrem Trippelschritt angepasst. Aber dazu ist man verheiratet, um sich gegenseitig zu unterstützen. Ein Fotograf an der Strecke macht von uns ein Foto. Meine Frau lacht in die Kamera. Ich atme in die Kamera und bin böse auf sie.

ZIELEINLAUF: „Ihr seids Finnischa!“, höre ich einen Mann aus der Menge rufen. „Nein, wir sind Österreicher“, denke ich. Ich taumle dem Ziel entgegen, es geht hoch zu einer Rampe. Ich schaff’s nicht mehr. Meine liebe Ehefrau schnappt sich meine Hand und zieht mich weiter. Wir laufen fast gemeinsam über die Ziellinie. Natürlich habe ich ihr den Vortritt gelassen. Wir haben es tatsächlich geschafft. Wir umarmen uns und ich drücke ihr einen Kuss auf die Lippen. Böse bin ich ihr nicht mehr, dafür dankbar.

P.S.: Unsere Zeit: 2:18: irgendwas. Persönlicher Rekord, Streckenrekord und wahrscheinlich Weltrekord in meiner Altersklasse. Wir belegen die Plätze 2591 und 2592.

Bussi

Armin"

 

ÖMS 10km Straßenlauf und VCM - Meistertitel für Andreas Vojta und tolle Leistungen unserer Sportler!

Start über 10km
Start über 10km

Das war ein richtiges Lauf-Wochenende!


Gestern wurden die österreichischen Meisterschaften im 10km-Straßenlauf (5km für die U 18) in Wien im Rahmen der VCM-Bewerbe ausgetragen.


Das team2012.at war dabei mit einem größeren Team als je zuvor im Einsatz. Letztlich war aber nicht nur die Masse beeindruckend, sondern auch die Leistungen.
Allen voran einmal mehr Andreas Vojta. Der Hallen-EM 10. über 3000m bestritt das 10km-Rennen aus einem qualitativ guten Grundlagenblock heraus und durfte auf eine Zeit unter 30 Minuten hoffen. Das sollte eigentlich auch für den Sieg reichen.


Gleich von Beginn an machte Andreas Druck, der erste km (mit Rückenwind - das war allerdings der letzte km mit Rückenwind...) wurde in 2:53 absolviert, bei 3km zeigte die Uhr 8:45. Bis knapp 4km war Christian Steinhammer noch bei Andreas dabei, dann lief er allein dem Ziel entgegen, die 5km wurden in 14:46 passiert. Insbesondere bei km 8 und 9 auf den Bergauf-Abschnitten der Ringstraße - die man beim Autofahren kaum merkt, aber beim Laufen sehr wohl - wehte der Wind (laut Meterologen mit Böen bis 70km/h) den Läufern sehr kräftig ins Gesicht. Die Führung war inzwischen mehr als deutlich, eine "Sensationszeit" war aufgrund der Bedingungen ohnehin nicht möglich, weshalb Andreas die ganze zweite Streckenhälfte etwas dosiert auf eine Zeit unter 30 Minuten lief. Andreas meint heute:

 

"Rein muskulär wars ja nicht so arg gestern und von der Zeit her eher ein besseres Training, vor allem die 2. Hälfte mehr flottes A3." Schließlich kam er nach 29:54 (netto) ins Ziel und durfte sich über seinen zweiten Österreichischen Meistertitel über die 10km freuen.

mehr lesen

Glänzendes Halbmarathon-Debut von Andreas Vojta und mehrere Bestleistungen bei den HM-ÖSTM in Graz

Andreas Vojta beim Zieleinlauf vor dem Donauzentrum (Foto: halbmarathon.at)
Andreas Vojta beim Zieleinlauf vor dem Donauzentrum (Foto: halbmarathon.at)

Im Zuge der Vorbereitung auf die Mittelstreckensaison und in der Phase des Grundlagentrainings drei Wochen nach der Hallen EM passte für Andreas Vojta ein Halbmarathon gut ins Programm. Fünf U-Bahnstationen von daheim und auf der neu (AIMS-) vermessenen Strecke war der "Wiener Halbmarathon" beim Donauzentrum mit drei Runden um die Alte Donau die beste Gelegenheit dafür.

 

Für einen Läufer, der Rennen auf der Laufbahn in Stadien gewohnt ist, ist es eine etwas ungewohnte Situation, wenn am Start tausende Läufer daneben und dahinter stehen, wobei diese Stimmung inkl. dem entsprechenden Rahmenprogramm schon etwas sehr Feines ist.

 

Ziemlich motiviert startete Andreas los, der erste Kilometer, wo er bereits alleine in Führung lag, war in 2:55 vorbei. Ups, da bremste sich Andreas etwas zusammen. Informationen von außen bekam er vom langstreckenkundigen Teamkollegen Martin Mistelbauer (Marathon PB 2:25) am Fahrrad, der in weiterer Folge auch etwas darauf achtete, dass Andreas beim Überrunden nicht mit anderen Läufern kollidierte. Angefeuert und fotografiert wurde er zudem auch von (Team-)Kollegin Tanja Bauer, die in ihrer Polizei-Freizeit das sonntägliche Laufen gleich mit der Suche nach einem entlaufenen Hund verband. ;-)


Andreas war dem Feld recht bald entlaufen und wurde erst im Ziel wieder eingefangen. Bis dahin genoss er die Atmosphäre und freute sich über die vielen bekannten Läufer auf der Strecke (beim Überrunden) und die zahlreichen Zuschauer am Streckenrand. Richtig "am Anschlag" lief Andreas nie, weil er doch etwas Respekt vor der Strecke hatte und so ganz ohne Gegner fehlte dafür auch der entsprechende Druck von hinten. Damit er einen guten Überblickt über Distanz/Zeit hatte, hatte er sich von seiner Mutter sogar die GPS-Uhr ausgeborgt... Da konnte er nach dem Rennen folgende Kilometerzeiten ablesen, wobei dabei die wechselnde Windrichtung zu berücksichtigen ist: 2:55-3:08-3:10-3:03-3:08-3:07-3:03-3:03-3:10-3:10-3:07-3:09-3:05-3:02-3:05-3:07-3:10-3:03-3:09-3:06-3:04. Das ergab - ergänzt durch die ca. 17 Sekunden für die verbleibenden 97,5m die hervorragende Endzeit von 1:06:10. Er gewann damit das Rennen mit rund 11 Minuten Vorsprung.

 

Am Ende hatte er noch genug Kraft, um etwas den Druck zu erhöhen und trotzdem recht entspannt ins Ziel zu laufen: "Der Lauf heute hat sich ganz gut angefühlt, es ist von Anfang an schön gerollt und ich hab geschaut, dass ich einfach nicht groß Druck machen muss. Bin das ganze auch mit den Dauerlauf-Schuhen gerannt, dh vom Gefühl her müsste ca. eine 64er-Zeit gehen, wenn es sein muss", meinte Andreas nach dem Rennen.

 

Natürlich wurde er nach dem Rennen immer wieder darauf angesprochen, ob er sich damit von der Mittelstrecke verabschiedet hätte und vielleicht gar der Marathon seine läuferische Zukunft sein sollte. Dabei muss man allerdings relativieren: über 1500m war er bei den Olympischen Spielen. Mit seiner Bestzeit von 3:36,11 ist er nahe dran an der Weltspitze, über 3000m war er erst vor drei Wochen 10. bei der Hallen EM. Aber für jeden Mittelstreckler können die Grundlagenausdauer und die Überdistanzleistungsfähigkeit als Basis nie gut genug sein und diese Eigenschaften sind besser trainierbar als etwa Stehvermögen oder Schnelligkeit. Mit (derzeit) 78kg auf knapp 190cm hat er nicht gerade die klassischen Voraussetzungen für die Langstrecke, aber die nächsten Jahre werden zeigen, wo die weitere läuferische Reise des Andreas Vojta hingeht. Spaß hat dieser Abstecher jedenfalls gemacht und die gut organisierte Veranstaltung hat dafür die richtigen Rahmenbedingungen geboten.

Sehr erfreulich beim Rennen in Wien war der 3. Platz von Thomas Pickl in 1:17:52, der nach einem individuellen Trainingsplan vom team2012.at trainiert.

 

ERGEBNISSE des "Wiener Halbmarathon"

mehr lesen

Lemi Wutz rennt allen Männern davon...

Lemi Wutz beim Rennen in Klosterneuburg (Foto zVg)
Lemi Wutz beim Rennen in Klosterneuburg (Foto zVg)

Lemi Wutz (team2012.at) startete letzten Samstag beim Crosslauf in Klosterneuburg. Wobei das nicht ganz stimmt, denn sie startete eigentlich bei den Crossläufen in Klosterneuburg, weil ihr ein Rennen nicht genug war.

 

Sie berichtet:

"Endlich mal wieder ein Lauf der sich richtig gut angefühlt hat. Der Crosslauf in Klosterneuburg war zwar ziemlich anspruchsvoll, hat aber dennoch eine Menge Spaß gemacht. Bei dem Lauf über die 5,125km konnte ich von Anfang an die erste Position der Damen einhalten und es gelang mir dann auch in der letzten Runde den ersten Mann einzuholen und mit einer Zeit von 19:36 die Gesamtwertung zu gewinnen.

Da ich mich danach immer noch ziemlich fit gefühlt habe und sowieso noch trainingsbedingt ein paar Kilometer drauflaufen hätte sollen, entschloss ich mich bei der langen Strecke (8,425km) nochmals zu starten. Bei dem Feld, nur aus Männern, schaffte ich es hinter den ersten Beiden, in einer Zeit von 34:34, ins Ziel."

 

Rang 10 für Andreas Vojta bei der Hallen EM über 3000m!

Andreas Vojta im Finale der Hallen EM in Belgrad über 3000m
Andreas Vojta im Finale der Hallen EM in Belgrad über 3000m

Der erste Finaleinzug von Andreas Vojta bei der 4. Teilnahme an einer Hallen-EM und eine Leistung ganz knapp an seiner Bestleistung war schon mehr als erfreulich nach den beiden letzten schwierigen Saisonen. Die Bestleistung über 3000m (7:55,83) beim Rennen in Sabadell zeigte, dass Andreas Vojta stark wie nie zuvor läuft, manche haben ihn wohl schon zu früh abgeschrieben.

 

Heute im Finale holte er noch alles heraus, was möglich war. Er war optimal eingestellt, versuchte sich von Beginn an in eine gute Position zu bringen. Im Rennen selbst wurde lange Zeit taktiert, die Spitze passierte die 1000m in 2:50,68, die 2000m in 5:34,25, wobei Andreas bis dahin eigentlich immer im mehr oder weniger geschlossen Pulk war.


Als das Rennen auf den letzten 1000m aber richtig schnell wurde - der spätere Sieger lief die letzten 1000m in ca. 2:25 (!) -, wurden die Beine von Andi auch etwas schwer, bzw. konnte er der Tempoverschärfung an der Spitze nicht mehr folgen. Aber auch sein letzter Kilometer war mit ca. 2:33 ordentlich schnell. Von der Bestleistung her wäre er Nr. 11 in diesem Feld gewesen, letztlich kam er als 10. ins Ziel, wieder ganz knapp hinter dem Titelverteidiger Ali Kaya (PB 7:38), der schon im Vorlauf ganz knapp vor ihm war. Der Italiener Razine (6.) wurde nach dem Rennen zuerst disqualifiziert, später nach erfolgreichem Gegenprotest aber wieder in die Ergebnisliste aufgenommen.

 

Bei seriöser Arbeit gibt es im Sport eben keine Wunder, aber Andreas hat einmal mehr bewiesen, dass man mit der Kombination von Talent und harter, konsequenter Arbeit an die Eurospitze kommen kann! Mit dem 10. Rang gehörte er bei dieser Hallen-EM neben den erfolgreichen Mehrkämpfern Dadic, Distelberger und Preiner zu den bestplatzierten ÖLV-Athleten, wobei er als einziger ÖLV-Vertreter ohne entsprechende Betreuung vor Ort auskommen musste.

 

Ergebnisse

mehr lesen

Andreas Vojta kommt ins Finale der Hallen-EM über 3000m!

Andreas Vojta auf der Zielgeraden im Vorlauf. Bis zur Ziellinie kam er noch bis auf 0,16" an den Favoriten Ali Kaya heran.
Andreas Vojta auf der Zielgeraden im Vorlauf. Bis zur Ziellinie kam er noch bis auf 0,16" an den Favoriten Ali Kaya heran.
Andreas Vojta kommt als 6. des 1. Vorlaufes über 3000m bei der Hallen EM in Belgrad ins Finale, da er sogar schneller war als der Sieger des 2. Vorlaufes!!!

Mit 7:56,52 kommt er in einem taktischen Rennen fast an seine Bestleistung heran (7:55,83).
Dem Finale blickt Andreas gelassen und mit Freude entgegen, dort kann er nur gewinnen. Der Vorlauf hat ihm natürlich noch zusätzliches Selbstvertrauen vermittelt. Er meinte selbst nach seinem Vorlauf, wo er sich ca. 500m vor dem Ziel nicht ganz getraut hat, der Vierergruppe vor ihm zu folgen: "Das Weichei-Laufen muss ich noch ein bissl abstellen, aber es geht zumindest in die richtige Richtung" und: "Mein Vorlauf über 3000m in 7:56 heute war noch 95% solide und 5% "Pussy" aber im Finale muss und wird das besser werden."
Die erste Hälfte des Vorlaufes legte Andreas (kurz nach dem Start gab es gleich eine Rempelei) in ca. 4:02 zurück, die zweiten 1500m lief er nicht zuletzt aufgrund einer sehr flotten Schlussrunde in ca. 3:54. Schon allein diese Renneinteilung zeigt, dass Andreas derzeit in einem gleichmäßig-zügigen Rennen wohl eine Bestzeit laufen könnte, die Formzuspitzung Richtung Hallen-EM funktioniert also sehr gut.
Andi meinte heute am Tag nach dem Vorlauf: "Beine warn natürlich nicht 100% frisch aber fühl mich nicht wirklich zerstört oder Ähnliches. Wird natürlich interessant, so eine Doppelbelastung hatte ich bisher halt auch noch nie, aber grundsätzlich sollt ich noch gscheit reinhauen können morgen!"
kurzes VIDEO vom Vorlauf mit Andreas
Ergebnisse des Vorlaufes
Das Finale findet am Sonntag um 16:55 statt.

 

Startliste fürs Finale:

 

Falls Eurosport nicht live überträgt (angeblich Übertragungsbeginn um 17:00), dann gibt's vielleicht hier einen livestream - vielleicht sogar exklusiv (multifeed) vom 3000m-Finale (und nicht nur von Zuschauern oder anderen Sportlern beim Umziehen...): livestream