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Wir verwehren uns gegen jede Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir haben aber etwas gegen Doping, Rauchen und Dummheit. Wie im Sport üblich verwenden wir die Anrede "du". Wir "gendern" nicht und sind auch sonst politisch ziemlich unkorrekt. ;-)

 

Letztes update: 18.3.2019


Termine unserer Laktattests in Wien für Lauf und Rad werden laufend aktualisiert. 



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Anm: aktuelle persönliche Betrachtungen von Wilhelm Lilge findest du unter "quergeschrieben"



Markus Reißelhuber wird österreichischer Meister im Crosslauf der U 16!

Markus zeigt stolz die hart erkämpfte Medaille/Urkunde (Foto: Maria Reißelhuber)
Markus zeigt stolz die hart erkämpfte Medaille/Urkunde (Foto: Maria Reißelhuber)

Geträumt hat er davon und manchmal werden Träume im Sport schneller wahr als man denkt...


Markus Reißelhuber kam vor einem Jahr erstmals zum gemeinsamen Training zum team2012.at. Davor war er bei einem Kinderlauf, wo Andreas Vojta als "Bremsläufer" im Einsatz war, mit dem schnellsten österreichischen Läufer ins Reden gekommen und fragte nach einem Verein, wo man ihn bei seiner Lauf-Leidenschaft unterstützen würde. Er kam zu uns, machte einen Laktattest und trainierte fleißig anhand der Vorgaben.

 

Der ruhige und bescheidene Läufer aus dem eher beschaulichen Harmannsdorf (im Weinviertel in der Nähe von Korneuburg) entwickelte sich von Monat zu Monat merklich weiter und gewann auch bei diversen Straßenläufen in seiner Altersklasse. Anderen aufgefallen ist er spätestens bei den Wiener Crosslaufmeisterschaften im letzten November, wo er - damals noch in der U14 laufend - erstmals Wiener Meister wurde.

 

Dabei ist Markus sehr vielseitig unterwegs. Er spielt leidenschaftlich gern für seinen örtlichen Fußballverein und macht fast jeden Tag eine andere Sportart. Fußball verhinderte auch fast seinen Start bei der österreichischen Crosslaufmeisterschaft.

 

Am vergangenen Dienstag kontaktierte mich seine Mutter, dass Markus nicht zum Lauftraining kommen könnte. Warum? "Na ja, beim Fußballspielen hat ihm ein Mädchen (!) ihr  Knie in seinen Oberschenkel gerammt. Das tut jetzt höllisch weh..." Also waren wieder mal die Mädels schuld. ;-)

 

Am Donnerstag gings aber schon besser, das Abschlusstraining mit Tanja Stroschneider und Ücler Yilmaz brachte ihn nicht sonderlich zum Schnaufen, der Start in Innsbruck war somit fixiert. Also fuhr er mit seiner Mutter, die ihn beim Sporttreiben vorbildlich unterstützt, ohne ihn zu pushen oder ihn unter Druck zu setzen, am Samstag mit dem Zug nach Innsbruck.

 

Punkto coolness steht er Andreas Vojta nicht viel nach, Nervosität ließ er sich bei seinem ersten Start bei einer Österreichischen Meisterschaft jedenfalls nicht anmerken.

 

Aber lassen wir ihn selbst den Rennverlauf schildern:

"In der ersten Runde bin ich zuerst hinter dem Emil (Anm: Bezecny) gelaufen, auf der großen Runde bin ich dann vorgegangen. Einmal bin ich bei so einer Kante hängengeblieben, da hat es mich fast aufzaht. Aber entweder bin ich dann schneller geworden oder die anderen langsamer, jedenfalls hab ich dann gemerkt, dass hinter mir eine kleine Lücke entstanden ist. Na ja und dann wars nimmer so weit ins Ziel und ich hab mich zsammgrissen, damit ich vorne bleib."

 

Am Ende war Markus jedenfalls 2 Sekunden vor dem Zweitplatzierten im Ziel. Sein Sieg gegen das große und dichte Feld ist umso wertvoller, weil Markus als Jg. 2005 nächstes Jahr immer noch in dieser Altersklasse startberechtigt ist und der nächste gleichaltrige Läufer gleich 27 Sekunden hinter ihm ins Ziel kam.

Andreas Vojta kam übrigens in der U16 damals "nur" auf den 2. Rang, er gewann erstmals in der U 18. Die letzten U 16 Titel für das team2012.at hat Lisa-Maria Leutner gewonnen.

 

Neben Markus Reißelhuber war für das team2012.at am anderen Ende des Spektrums Philipp Meixner über die Langstrecke der Männer im Einsatz. Er startete natürlich mit anderen Erwartungen und berichtet nach dem Rennen:

"Die Crossmeisterschaft wurde gestern auf einer richtig anspruchsvollen Strecke ausgetragen. Hat mich sehr für Markus gefreut, dass er seinen Lauf für sich entscheiden konnte und Staatsmeister in der U16 werden konnte. Bin mit meinem Lauf sehr zufrieden. Habe mir die Strecke gut eingeteilt und konnte am Ende wieder etwas zulegen. Den Sprint um Platz 28 habe nicht mehr gewinnen können. Habe es nicht geschafft die Lücke vor der "Wand" zu schließen und als Erster die Steigung (ingesamt 7x) hinauf zulaufen. Am Ende hat es für Platz 29 in 38:03 gereicht. Das war gestern meine erste aber sicher nicht meine letzte Cross Meisterschaft. Schade dass es in Wien nicht solche Strecken gibt."

 

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Kein Wunder für Andreas Vojta - Rang 25 bei EM, Finale verpasst

Andreas Vojta in der Anfangsphase des 3000m-Rennens (Foto: Olaf Brockmann)
Andreas Vojta in der Anfangsphase des 3000m-Rennens (Foto: Olaf Brockmann)

Andreas Vojta hat mittlerweile nicht nur eine sehr große nationale und internationale Erfahrung im Laufbereich, sondern auch eine große Bandbreite hinsichtlich Disziplinen. Er ist in seiner Karriere die 400m in 48,8" gelaufen, seine 800m Zeit von 1:46,59 bedeutet die zweitschnellste je von einem Österreicher gelaufene Zeit, über 1000m hält er den Österreichischen Rekord (2:18,06), über 1500m war er bei den Olympischen Spielen, über 5000m holte er - wie zuvor über 800m - die Bronzemedaille bei der Universiade und auf 10.000m lief er letztes Jahr mit 28:33 eine grandiose Zeit. Er startete 10 x in Folge bei Crosslauf-Europameisterschaften, wurde heuer im Februar zum 10. Mal in ununterbrochener Folge 1500m Hallen-Staatsmeister und startete heute das 5. in Folge bei einer Hallen-Europameisterschaft.

 

Die Hallensaison in diesem Jahr "nimmt er mit", weil sie eben da ist und weil er über 3000m - die längste Laufstrecke in der Halle - das Limit deutlich unterboten hat. Andere Läufer gibt es derzeit nicht, die ihm den Platz streitig machen, er war wieder der einzige qualifizierte ÖLV-Läufer. Als Betreuer wurde ihm vor Ort vom ÖLV der deutsche Läufer (und Freund) Richard Ringer zugewiesen, der über Nada Pauer - die heute über 3000m Rang 12 erreichte - eine enge Beziehung zu Österreich hat.


Während es bei den Frauen nur das Finale mit 16 Läuferinnen gab, waren bei den Männern 38 Athleten gemeldet, von denen dann tatsächlich je 17 Läufer in den beiden Vorläufen am Start waren. Von den Meldezeiten, also der "Papierform" her, war Andreas 30. von den 38 gemeldeten Läufern. Favoritendruck hatte er daher keinen...

 

Andreas wurde in den zweiten Vorlauf gesetzt, wobei der erste Vorlauf extrem flott und ohne taktische Spielereien gestaltet wurde. Nachdem nur die jeweils ersten 4 der Vorläufe plus die insgesamt weiteren 4 zeitschnellsten Läufer einen Platz fürs Finale bekamen, wusste Andreas am Start, dass er fürs Finale mindestens Rang 4 im 17-köpfigen Läuferfeld benötigen würde.


Der zweite Vorlauf verlief von Beginn an anders als der erste Lauf, da war kein richtiger Zug drinnen sondern viel Geschubse, Tempowechsel, Auflauern und Zwischensprints. Das ist natürlich der Tod für eine schnelle Endzeit, Andreas musste den ersten Kilometer auch praktisch durchgängig auf Bahn 2 laufen, sich ganz innen einsperren zu lassen hätte wieder hohe Sturzgefahr bedeutet.

Die 1000m-Marke wurde von Andreas in ca. 2:43 passiert, doch bis dahin hatte er für so eine Zeit schon zu viel Energie aufwenden müssen, die ihm dann im weiteren Verlauf des Rennens offensichtlich fehlte.

 

Vorne konnte sich eine Gruppe absetzen, der Andi nicht mehr folgen konnte. Wenn man realisiert, die Chance aufs Finale schwindet von anfangs unwahrscheinlich von Meter zu Meter mehr in Richtung Null, wird auch nicht die für eine gute Leistung notwendige Extraportion Adrenalin frei. Andreas kämpfte zwar weiter, verschenkte nichts, aber das war nur mehr ein (relativer) Murks.

 

Schließlich kam er mit einer Zeit von 8:09,72 ins Ziel. Für ein unrhythmisches Rennen ist diese Zeit zwar kein Desaster aber weit weg von einem "Wunder", das für den Finaleinzug notwendig gewesen wäre. Für eine Finalqualifikation über die Zeit wären 7:55 notwendig gewesen, also rund 5 Sekunden schneller als die Saisonbestzeit von Andreas.

 

In der Gesamtabrechnung belegte er damit Rang 25, etwas besser als es der Papierform entsprochen hätte.

Jetzt geht's weiter an die Arbeit, die Freiluftsaison wartet und damit auch die Rennen und die Strecken, auf denen Andreas mittlerweile "daheim" ist.

 

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What a day! Viele Bestleistungen unserer Athleten zu Lande und im Wasser...

Thomas Rabl präsentiert stolz seine Medaille
Thomas Rabl präsentiert stolz seine Medaille

Wenn an einem Tag mehrere Athleten einer Trainingsgruppe bei Wettkämpfen starten, ist es ganz normal, dass einige super zufrieden mit neuen Bestleistungen sind, einige "normale" Leistungen bringen und Enttäuschungen gehören auch dazu.

 

Heute war es aber irgendwie anders, da hat das team2012.at-Chakra  - oder was auch immer - offensichtlich perfekt gepasst.

 

ALLE von uns betreute Athleten waren heute - zu Recht - begeistert und zufrieden!

 

Die meisten Läufer waren beim VCM-Vorbereitungslauf im Wiener Prater im Einsatz. Die Temperaturen waren ziemlich frisch, die Luft klar und der Wind für Wiener Verhältnisse eher schwach. Von daher war der Boden sicher gut aufbereitet für gute Laufleistungen, aber Garantie ist das bekanntlich auch keine.

 

Aber der Reihe nach:


Franz Schuster, unser Mathematik-Uniprofessor, verrechnete sich überhaupt nicht bei der Rundenanzahl oder den Soll-Durchgangszeiten und kam als Gesamt 12. ins Ziel. 

Er berichtet:

 

"Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem heutigen Ergebnis! Hab meine alte HM Bestzeit von 1:23:33 auf 1:22:14 verbessert, was doch ganz schön deutlich ist!!! Dabei hab ich am Freitag noch überlegt, ob ich überhaupt starten soll. Hatte nämlich seit Dienstag eine leichte Erkältung (wirklich nicht schlimm, hat mich auch beim Laktattest nicht behindert). Da aber Samstag außer einem leichten Husten nichts mehr über war, hab ich mal beschlossen es heute zu probieren. Nach dem Start ging es dann auch wirklich sehr gut und ich bin die ersten 3 km mit 3:50/km locker gelaufen bei idealen Wetterbedingungen. Dann hab ich mich selbst ein bisserl eingebremst, weil mir klar war, dass ich dieses Tempo wohl nicht bis zum Schluss werd halten können. Die Rundenzeiten waren dann entsprechend 26:58 - 27:23 und 27:31 was ja auch halbwegs gleichmäßig ist (wenn man mal vom zu schnellen Start absieht). Insgesamt war es eine wirkliche gelungene Generalprobe für New York in drei Wochen, wo ich vielleicht ja noch ein paar Sekunden mehr rausholen kann, um die 1:22 zu knacken ;-)

Vielen Dank für die tollen Pläne, die mich so gut in Form gebracht haben!

Wie Du ja gesehen hast, hat sich auch meine Frau heute gut geschlagen! Es läuft die ganze Familie also wirklich gut derzeit!"

 

Ja, "meine Frau", das ist Tingting Gao, die erst seit kurzer Zeit läuft. Sie möchte in ein paar Wochen ihren ersten Halbmarathon (in New York) schaffen und lief heute erstmals die 14km. Mit ihrer Zeit (1:34) war sie sehr zufrieden und beide bestätigten exakt die Leistungsprognose vom Laktattest in der letzten Woche. 

 

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Franz Weixelbaum läuft den Sevilla-Marathon in 2:39:55 - Bestzeit!

Franz Weixelbaum läuft mit einer neuen Bestzeit ins Ziel in Sevilla! (Foto zVg)
Franz Weixelbaum läuft mit einer neuen Bestzeit ins Ziel in Sevilla! (Foto zVg)

Der Marathonläufer Franz Weixelbaum (startet für den burgenländischen Verein SV Waha fix & fertig, St. Margarethen) trainiert schon einige Zeit lang im Rahmen unserer "VIP-Betreuung" nach einem für ihn erstellten Trainingsplan vom team2012.at.

Beim Sevilla-Marathon vor einer Woche durfte er sich über eine neue Bestzeit freuen. Franz teilt gerne den Bericht darüber, dein sein Verein verfasst hat (fb)

 

„Batman“ Franz Weixelbaum knackt seine Bestzeit
Maratón de Sevilla 2019, 17.02.2019

Marathonspezialist Franz Weixelbaum wählte dieses Jahr den Gold Label Marathon in Sevilla als erstes großes Highlight der Saison. Aufgrund seiner guten Verfassung im Dezember entschied sich Franz für einen vorgezogenen Wettbewerb, um seit langem wieder seine Rekordzeit von 2:40:07 zu attackieren. Nach den beiden Halbmarathons in Wien reiste er zuversichtlich in die andalusische Hauptstadt.

Vergangenen Sonntag, kurz nach Sonnenaufgang um 8:30 ertönte der Startschuss. Bei nahezu idealen Wetterbedingungen, 8 Grad und ganz leichtem Wind, lief er auf der flachsten Marathonstrecke der Welt los, um 42,195km später jubelnd das Ziel zu erreichen. Doch der Weg dorthin war kein einfacher.

Franz kam sehr gut ins Rennen und entschloss sich das Tempo ein wenig höher zu halten wie geplant. So verging die erste Hälfte des Marathons leicht schneller wie geplant. Ohne spürbare Energieverluste erreichte er die Halbmarathonmarke nach 1:18:14. So schnell war er in seinen bisherigen 13 Marathons noch nie an dieser Stelle. Die Jagd auf seine Bestzeit war nun offiziell eröffnet. Minimal langsamer ging es weiter bis zum Kilometer 30. Perfekt in der Zeit liegend, lief er am Stadion von Betis Sevilla vorbei.

Nun begann der schwierige Teil des spanischen Lauffests. Jeder Schritt wurde mühsamer und die Schrittlänge verkürzte sich. Franz musste nun, vielleicht auch für den flotten Start, ein wenig Tribut zollen. Auf jedem Kilometer verlor er nun ca. 10 wertvolle Sekunden auf seine Ankunftszeit. Der Moment in dem Laufen eine reine Kopfsache wird, war erreicht. Ständig wiederholte er nun den Satz „Das ist mein Tag!/This is my day!“ um sich zu motivieren. Zusätzlich feuerten zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke die Athleten an. Als es bei KM40 an der Kathedrale von Sevilla vorbeiging, blieben ihm noch knapp über 8 Minuten für seinen angestrebten Rekord. Er wusste um seine Chance und kämpfte sich, Meter für Meter wieder schneller werdend, Richtung Ziel. Die Uhr in Sichtweite gab er nochmal alles und überquerte jubel-schreiend die Ziellinie.

Es war geschafft, nach 7 Marathons und fast 4 Jahren, knackte er seine persönliche Marathonbestzeit. 2 Stunden 39 Minuten und 55 Sekunden benötigte er für die 42195 Meter (ca. 15,9 km/h) durch die wunderschöne Stadt Spaniens.

Wir gratulieren Franz zu seiner Bestzeit im Marathon!

Ergebnis:
126. Franz Weixelbaum 2:39:55 (M35 39.)

 

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Jubiläum: Andreas Vojta holt zum 10. Mal in Folge den 1500m-Hallenstaatsmeistertitel!

Andreas Vojta beim heutigen Zieleinlauf über 1500m. Die 10 ausgetreckten Finger sind nicht Zufall! (PS: im Hintergrund der Funktionär, der mich rausschmeißen wollte)
Andreas Vojta beim heutigen Zieleinlauf über 1500m. Die 10 ausgetreckten Finger sind nicht Zufall! (PS: im Hintergrund der Funktionär, der mich rausschmeißen wollte)

Im Februar 2010 gewann Andreas Vojta zum ersten Mal die 1500m bei den Hallenstaatsmeisterschaften, nachdem er sich im Sommer zuvor den ersten Freilufttitel geholt hatte. Seither hat er den Hallentitel in dieser Disziplin, in der er auch 2012 bei den Olympischen Spielen startete, in ununterbrochener Reihenfolge gewonnen.

 

Heute bot sich also die Gelegenheit zum zehnjährigen Jubiläum einer Siegesserie, die es im ÖLV-Bereich für einen Läufer noch nie gegeben hat. Mittlerweile ist die 1500m-Distanz für Andreas eine Unterdistanz und es war ihm bewusst dass vor allem Dominik Stadlmann, der gestern überlegen die 800m gewinnen konnte, bei einem taktisch dominierten Rennen im Zielspint ein mindestens ebenbürtiger Gegner wäre.

 

Deshalb war der Plan, dass Andreas die 1000m in 2:31 - 2:32 passieren sollte, um die taktischen Möglichkeiten seiner Gegner etwas einzugrenzen. Dieses Tempo von vorne alleine zu laufen stellt auch für einen Andreas Vojta eine große Herausforderung dar. Er setzte den Plan mit Rundenzeiten von 29,6" - 31,2" perfekt um und passierte die 1000m in knapp 2:32. Gleich mehrerer Läufer nützten seine Tempoarbeit zu eigenen persönlichen Bestzeiten.

 

Trotzdem bildete sich kurz nach der 1000m Marke - wie bei diesem Tempo erwartet - eine Lücke hinter Andreas und der erfolgreichste österreichische Mittelstreckenläufer der Gegenwart ging bereits siegessicher auf die Schlussrunde.

 

In 3:47,75 - zugleich Saisonbestzeit -  lief er letztlich ungefährdet ins Ziel, wobei Dominik Stadlmann mit einer sehr schnellen letzten Runde seine eigene Bestzeit pulverisieren konnte.

Beim Überlaufen der Ziellinie zeigte Andreas alle zehn Finger mit entsprechender Bedeutung (was macht er nächstes Jahr???) und freute sich zu Recht über diesen großen Erfolg.

 

Diese Leistung stimmt auch zuversichtlich für die letzten beiden Wochen der Vorbereitung auf die Hallen-EM in Glasgow, wo Andreas über 3000m starten wird.

 

Einen weiteren - allerdings eher negativen - Höhepunkt stellte der Umstand dar, dass ich (als WLV-Sportdirektor bin ich Vorstandsmitglied des veranstaltenden Landesverbandes) beim Fotografieren von einem Funktionären, der bereits in der Vergangenheit mehrmals durch Verhaltensoriginalität aufgefallen ist, massiv behindert und bedrängt wurde.

 

Der vom ÖLV hochgejubelte Funktionär, der sich schon in der Vergangenheit wiederholt gegen Sportler und Vereine erfolgreich engagiert hatte, drohte mit der Einleitung eines Disziplinarverfahrens und fuchtelte mit gelben und roten Karten herum. Dabei scheint diesem Funktionär nicht einmal die Bedeutung des Begriffes "Innenraum" (in dem ich mich nämlich eindeutig nicht befunden habe) bekannt zu sein. Um die Situation nicht eskalieren zu lassen, begab ich mich natürlich auf die Tribüne. Deshalb gibt es auch kaum brauchbare Fotos von diesem Rennen (auch das Zieleinlauffoto entstand von der Tribüne), wobei nicht wirklich nachvollziehbar ist, welchen Nutzen die Sportler und die österreichische Leichtathletik aus einem derartigen Verhalten ziehen können. Auch andere Vertreter des Veranstalters hatten so ihre Probleme mit diesem Funktionär und drohten diesem sogar mit der Polizei. (Anm: ich hatte ursprünglich fälschlicherweise angenommen, dass diese Drohung mir galt...)

 

Da ich aufgrund eines absurden Beschlusses des ÖLV-Vorstandes ohnehin von der Betreuung meiner Athleten auf internationaler Ebene (lebenslänglich?) ausgeschlossen bin, würde mich das heute angekündigte Disziplinarverfahren nicht sonderlich treffen. Ich gestehe aber, dass ich mich auch weiterhin mit Herzblut für den Sport und gegen das Funktionärsunwesen (Anm: die meisten machen natürlich einen super Job!) engagieren werde.

 

Da der ÖLV zur Hallen-EM keinen Lauftrainer mitnimmt (Andreas Vojta ist der einzige qualifizierte ÖLV-Läufer), hat man - ohne Rücksprache mit dem Heimtrainer oder dem Athleten - den deutschen Athleten Richard Ringer (derzeit bester DLV-Langstreckler und Lebensgefährte/Trainer von Nada-Ina Pauer) gebeten, dass er in Glasgow eine Art Coaching-Funktion für Andreas Vojta vor Ort vornimmt. Nada hat sich dafür persönlich bei mir gerechtfertigt (was ja gar nicht notwendig gewesen wäre), ich sehe das grundsätzlich sehr positiv und Andreas wird somit besser betreut sein als bei vorhergehenden Meisterschaften, wenn auch die Vorgangsweise des ÖLV wieder typisch ist... Jedenfalls hat Andreas aus der "Krone" erfahren, wer sein Betreuer bei der Hallen-EM sein wird und es ist zu hoffen, dass Richard beim DLV keine Probleme bekommt, wenn er als offizieller Teil des österreichischen Teams (so stehts auch auf der Einladung) einen ausländischen Athleten bei der EM coacht.

 

Auch "Krone.at" berichtet von diesem Jubiläums-Lauf

 

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Wieder zahlreiche Spitzenplatzierungen der team2012.at-Läufer beim WLV-Crosscup

Thomas Rabl, einer unserer Läufer, der das Angebot des WLV-Crosscups nützte (Foto: privat)
Thomas Rabl, einer unserer Läufer, der das Angebot des WLV-Crosscups nützte (Foto: privat)

Am vergangenen Sonntag fand der 3. Bewerb zum WLV-Crosscup am LAZ-Wien statt. Und wieder waren sich alle Teilnehmer einig: der Bewerb muss nächstes Jahr auf alle Fälle größer werden, so ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, so viel Spaß und Trainingseffekt für alle Langstreckler gibt es sonst kaum bei einem Rennen.

 

Beim 3. Lauf dieser Serie konnten sich mehrere Läufer von unserem Verein über Spitzenplatzierungen freuen: Edin Harbas belegte in der AK über die Kurzstrecke den 4. Rang, ebenso wurde Ücler Yilmaz 4. in der M 30.

 

Über die Langstrecke (9350m) belegte Elisabeth Pöltner-Holkovic den 2. Gesamtrang bei den Damen, bei den Herren kamen mit Philip Herrmann, Clemens Winter und Philipp Meixner gleich drei team2012.at-Läufer hintereinander auf den Rängen 4, 5 und 6 der M 30 ins Ziel.

 

In der M 40 schaffte Christian Wurzberger mit Rang 3 einmal mehr den Sprung aufs Stockerl (mit Schokolade belohnt!), in der gleichen Kategorie belegte Thomas Rabl den 6. Rang. Und Gerald Holkovic rundete das erfreuliche Ergebnis mit Rang 4 in der M 50 ab, wobei er 5 Sekunden hinter seiner Frau Elisabeth ins Ziel kam.

 

 

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