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Wir verwehren uns gegen jede Form von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder Herkunft. Wir haben aber etwas gegen Doping, Rauchen und Dummheit. Wie im Sport üblich verwenden wir die Anrede "du". Wir "gendern" nicht und sind auch sonst politisch ziemlich unkorrekt. ;-)

 

Letztes update: 15.8.2018


Termine unserer Laktattests in Wien für Lauf und Rad werden laufend aktualisiert. 



news

 

Anm: aktuelle persönliche Betrachtungen von Wilhelm Lilge findest du unter "quergeschrieben"



Martin Mistelbauer schafft souverän das Limit für die Teilnahme an den 10.000m-Staatsmeisterschaften

Bei der heutigen "Midsummer-Tracknight" am Wiener Cricketplatz wollte Martin "Hamza" Mistelbauer das Limit für die Teilnahme an den 10.000m Staatsmeisterschaften (am 29.9. in Wien, leider findet sich auf der ÖLV-Website kein Hinweis darauf) erbringen. Aufgrund der geltenden Bestimmungen ist es möglich, sich dafür auch mit einer 5000m-Zeit unter 15:45 zu qualifizieren. Diese Zeit ist der Marathonspezialist noch nie gelaufen, aber v.a. mit der wertvollen Unterstützung von Stephan Listabarth als Tempomacher (bis knapp vor dem Ziel) sollte das gelingen.

 

Die Tempoarbeit funktionierte hervorragend und auch die Bedingungen zur Startzeit um 19:45 waren sehr gut. Praktisch von Beginn an schuf sich das Duo einen kleinen Polster aufs Limit und am Ende drückte Martin selbst noch etwas aufs Tempo. Schließlich lief er mit einer Zeit von 15:28,11 und überlegener Sieger des Rennens ins Ziel, womit er die geforderte Marke mehr als deutlich unterbieten konnte.

 

Über 1000m und 5000m starteten Elisabeth Pöltner-Holkovic und Gerald Holkovic, die diese Rennen als Abschlussbelastung vor den Wiener Masters-Meisterschaften am kommenden Wochenende in St. Pölten gut gebrauchen konnten. Elisabeth lief dabei die 1000m in 3:13,28 (Platz 1) und die 5000m in 19:35,74 (Platz 1). Gerald erreichte 3:05,18 und 19:12,27 (SB).

 

Zurück von der EM in Berlin half Andreas Vojta als Tempomacher sowohl über die 1000m wie auch über die Meile, wo er Luca Sinn, den EM-Starter über 3000m-Hindernis in Richtung einer neuen Bestzeit über die Meile (1609,34m) in 4:14,12 führte.

 

Ergebnisse

Andreas Vojta läuft mit 13:42,75 bei der EM Saisonbestzeit und erreicht Rang 19!

Andreas Vojta (Foto: Olaf Brockmann auf facebook)
Andreas Vojta (Foto: Olaf Brockmann auf facebook)

Andreas Vojta (team2012.at) läuft im 5000m-Finale der Europameisterschaft in Berlin 13:42,75, das ist seine zweitbeste je erzielte Zeit (PB 13:38,03), Saisonbestzeit und das in einem Meisterschaftsrennen. Das ist in jedem Fall eine solide Leistung, auch wenn das in der Endabrechnung "nur" Rang 19 von 24 gestarteten Athleten bedeutet. Auf der Startliste war er nach PB gereiht Nr. 26 von 27 Athleten, einige verzichteten dann noch auf einen Start.


Das Rennen wurde - etwas unüblich für eine Meisterschaft - praktisch von Beginn an ziemlich zügig gestaltet. Ein "typischer" Meisterschaft-Rennverlauf mit langsamem Beginn und schnellem Finish wäre ihm wohl etwas mehr entgegengekommen, was die Platzierung anbelangt.


Wenn man aber ehrlich und langfristig hart arbeitet, gibt's eben keine Wunder, somit muss man mit der 5000m-Premiere von Andreas Vojta bei einer internationalen Meisterschaft wohl zufrieden sein.
Gewonnen hat wie über 1500m der 17-jährige Jakob Ingebrigsten vor seinem großen Bruder Henrik.

 

Andreas musste übrigens bei dieser Meisterschaft wieder ohne Betreuer/Trainer auskommen, da der ÖLV lieber mehr Funktionäre und Manager mitgenommen hat...

 

ERGEBNISSE

 

HIER gibt's auch ein Video-Interview (Olaf Brockmann) von Andreas nach dem Rennen.

Andreas Vojta in der Zielkurve (Foto: Thomas Windestam bei Olaf Brockmann auf facebook)
Andreas Vojta in der Zielkurve (Foto: Thomas Windestam bei Olaf Brockmann auf facebook)

Wenn der Berg ruft, sind unsere Läufer nicht weit, sondern schnell oben!

Tanja Bauer im Schlussanstieg aufs Kreuzjoch (Foto zVg)
Tanja Bauer im Schlussanstieg aufs Kreuzjoch (Foto zVg)

Am vergangenen Sonntag wurden im Rahmen des traditionellen Schlickeralmlaufes (30. Ausrichtung!) in Telfes (Tirol) die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Berglauf ausgetragen.

 

Unsere Athleten konnten dabei mehrfach positiv aufzeigen!

 

Die sich immer mehr zur Berglauf-Spezialistin entwickelnde Tanja Bauer wischte im Vorfeld Spekulationen über eine mögliche Top-10 Platzierung vom Tisch und ging ganz entspannt an das Rennen heran. "Eigentlich fand ich die Strecke schwieriger als den Großglockner-Berglauf 2 Wochen davor, weil es keine Erholungsphase gibt. Es geht nur entweder leicht bergauf oder steil bergauf, am steilsten war dabei der Zielhang", so beschreibt Tanja die 11,5km lange Strecke aufs Kreuzjoch mit ca. 1100 Höhenmetern.

 

Und Tanja kämpfte sich gerade im letzten, schwierigen Streckenteil noch einige Positionen vor, womit sie in der Endabrechnung tatsächlich genau auf Rang 10 in der Staatsmeisterschaft kam. Damit ist sie nun endgültig in der heimischen Berglauf-Elite angekommen!
Sie freut sich zurecht: 

 

"Ich freu mich sehr, bin megahappy, unter der österr. Berglaufelite der Damen einen Top 10 Platz geschafft zu haben. Ist mal was anderes, durchaus spannend, sich mit den besten Bergläuferinnen zu messen, hat mir sehr gefallen. Die Haxn waren auf den letzten 3km, der serpentinenartig ins Ziel hinaufführt, schon ziemlich müde bzw. blau, durchbeißen und den brennenden Schmerz ertragen, was sonstTanja Bauer im Schlussanstieg aufs Kreuzjoch (Foto zVg)💪

 

Die Zuschauer top, die letzten paar hundert Meter wird angefeuert was das Zeug hält.  Im Ziel wieder viele liebe Berglauffreunde getroffen, die Atmosphäre total angenehm, nicht mit einem Straßen Volkslauf zu vergleichen. Mein Onkel war wieder mit Michi und den beiden Mädls dabei, das ist echt toll, danke!!! Ist immer schön wenn jemand von der Familie dich beim Wettkampf unterstützt und sie sind immer mit vollem Elan dabei Tanja Bauer im Schlussanstieg aufs Kreuzjoch (Foto zVg)👍

 

Es war ein sehr schönes Wochenende, perfektes Wetter, tolle Leute. Genuss pur Tanja Bauer im Schlussanstieg aufs Kreuzjoch (Foto zVg)"😊

Helmut Schmuck knapp vor dem Ziel als Sieger der AK 55 (Foto: Altstätter/Veranstalter)
Helmut Schmuck knapp vor dem Ziel als Sieger der AK 55 (Foto: Altstätter/Veranstalter)

Aber Tanja war nicht die einzige erfolgreiche team2012.at-Vertreterin. Ihr Polizei-Berufskollege Helmut Schmuck, selbst 6-facher Berglaufweltmeister und Olympiateilnehmer 1992 im Marathonlauf, war als "Running-Captain" des österreichischen Berglaufteams am Start. Seit vielen Jahren ist das "Berglauf-Urgestein" nun schon Berglaufreferent im ÖLV und damit auch für die Nominierungsvorschläge für EM und WM zuständig. Er weiß, wovon er spricht, niemand hat so viel Erfahrung wie er und er läuft und läuft und läuft...

 

Und das auch sehr schnell! Er konnte bei der Staatsmeisterschaft sogar seine Altersklasse (M 55) gewinnen und damit einen weiteren Titel seiner Trophäensammlung hinzufügen.

Karin Freitag mit Tanja Bauer (Foto zVg)
Karin Freitag mit Tanja Bauer (Foto zVg)

Außer unseren beiden Vereinsmitgliedern starteten noch andere von uns betreute Athleten bei der Berglaufstaatsmeisterschaft:


Karin Freitag (startet für LG Decker Itter) lief ein hervorragendes Rennen und holte sich den Vizestaatsmeistertitel hinter einer wieder einmal überragenden Andrea Mayr. Dabei lief Andrea Mayr nicht nur einen neuen Streckenrekord, sondern mit ihrer Leistung (nur 3 Männer aus Österreich waren vor ihr, in den letzten Wochen hatte sie auch mehrere Rennen vor allen Männern gewonnen!) hätte sie sich sogar für das Männer-Nationalteam für die WM qualifiziert! Schon mehr als erstaunlich - und das kann gar nicht genug gewürdigt werden - wie die zweimalige Olympiateilnehmerin (Marathonlauf) und Vollzeit-Ärztin Andrea Mayr nun seit fast 20 Jahren den Ausdauersport in Österreich dominiert und in der Weltspitze läuft, inkl. vieler EM- und WM-Titel im Berglauf.

 

Bei den Männern lief Lukas Gärtner (startet für Köflach) ein ganz starkes Rennen und belegte bei der Staatsmeisterschaft den 6. Rang.

 

ERGEBNISSE der Berglauf-Staatsmeisterschaft

 

Andere "Baustelle": schon am Samstag startete Edin Harbas beim Bahnmeeting in Klosterneuburg und lief über 800m in 2:19.06. Er schreibt: "Nachdem heute der Wecker um 6 geläutet hat und es für mich in die Arbeit ging, bis 13:00, gab es eine ganz leichte Verbesserung von 2:19,96 auf 2:19,06. Von Beginn an ganz vorne gelaufen, bei knappen 32/33 Grad in der Sonne. Die ersten 400m in 67 und die zweiten in 72, wobei die 200m von 400-600 am langsamsten waren. Kleiner Schritt in die richtige Richtung. 2:15 als neues Saisonziel würd ich gerne noch erreichen."

Andreas Vojta holt neuerlich die Staatsmeistertitel über 5000m und 1500m!

Andreas Vojta ca. 200m vor dem Ziel des 1500m-Rennens vor Paul Stüger und Dominik Stadlmann, die bis zur Ziellinie noch Positionen tauschten
Andreas Vojta ca. 200m vor dem Ziel des 1500m-Rennens vor Paul Stüger und Dominik Stadlmann, die bis zur Ziellinie noch Positionen tauschten

Andreas Vojta vom team2012.at hats wieder geschafft! Nach dem gestrigen Staatsmeistertitel über 5000m gelang ihm heute in Klagenfurt auch die Titelverteidigung über die 1500m-Strecke. Ab der 500m-Marke lief er an der Front, 200m vor dem Ziel waren noch Paul Stüger und Dominik Stadlmann direkt hinter ihm. Eine neuerliche Tempoverschärfung in der Zielkurve schaffte aber Klarheit.


Mit letzten 500m in ca. 71,5" lief Andreas letztlich doch recht klar vor der jungen Konkurrenz ins Ziel.

ERGEBNISSE


In den letzten 10 Jahren hat Andreas damit 9 x den Freiluft-Staatsmeistertitel über 1500m gewonnen, in der Halle ebenso in ununterbrochener Reihenfolge. Das ist auf nationaler Ebene schon eine einzigartige Serie und verdeutlicht die Dominanz von Andreas über die 1500m bis zur 10.000m Distanz, wo er mit 28:33 auch das EM-Limit klar unterboten hat.


Das alles zählt aber nichts bei der EM in 3 Wochen in Berlin, wo er mit den besten Läufern Europas um eine möglichst gute Platzierung über 5000m kämpfen wird. Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut, dass er dort in Bestform antreten und zeigen wird, was er kann!
Andreas war am Freitag direkt aus dem Höhentrainingslager in St. Moritz mit dem Zug angereist (ca. 12 Stunden!) und war deshalb sicherlich noch gar nicht besonders frisch.

 

Das team2012.at war dieses Mal mit einem sehr kleinen Team angereist, nämlich nur mit Andreas Vojta, der mit 2 x Gold aber die maximale Ausbeute schaffte.

Siegerehrung 1500m
Siegerehrung 1500m

Stadt, Land, Fluss - unsere Sportler fallen überall positiv auf! ;-)

Tanja Bauer überglücklich im Ziel des heutigen Großglockner-Berglaufes (Foto zVg)
Tanja Bauer überglücklich im Ziel des heutigen Großglockner-Berglaufes (Foto zVg)

Tanja Bauer läuft weiter von einem Erfolg im Berglauf zum nächsten: beim heutigen Großglockner-Berglauf (dem teilnehmerstärksten Berglauf in Österreich, diesmal zugleich auch Berglauf-Weltcuprennen) wollte sie ihre Zeit vom Vorjahr (2:09:13) deutlich verbessern, insgeheim spekulierte sie bei guten Bedingungen mit einer Zeit unter 2 Stunden.

 

Am Ende wurden es aber hervorragende 1:53:28, also eine Verbesserung um fast 16 Minuten! Jeder, den Großglockner-Berglauf (13km, ca. 1500 Höhenmeter) kennt, weiß wie hoch diese Zeit einzuschätzen ist! Damit belegte sie in der AK den 6. Rang, wobei dieses Rennen wesentlich dichter besetzt ist als die anderen Bergläufe in Österreich.

 

Ihr Bericht:

 

"Soooo unbeschreiblich glücklich.....
😍🏃🏽‍♀️😍🏃🏽‍♀️😍
Beim heutigen Grossglockner Berglauf
kam ich nach knapp 13km und 1494Hm mit einer Zeit von 01:53:28 ins Ziel!!
Knapp 16Min. schneller als letztes Jahr💪, das freut mich am meisten, ich konnte es zuerst gar nicht glauben!!!
Platz 31 v. 298 Frauen, 6. in meiner AK v. 32

Am Vortag sagte ich noch zur Freundin meines Onkels:
“Ich habe schon vor, meine Zeit zum Vorjahr (02:09:13) zu unterbieten, das müsste möglich sein.
Eine Zeit von unter 2 Std. wäre natürlich das ultimative Highlight, da muss aber auch alles passen, darum lauf ich einfach los, wie immer, halt etwas zurückhaltend und dann nach ein paar km merk ich eh ob die Beine heut wollen oder nicht.“
Yeah, und die Beine wollten, und wie auch noch!!! Sie wollten gscheit brennen und gequält werden 🤣

Den Schlussanstieg, die letzten 800m mit zusätzl. über 500 Stufen konnte ich sogar teils (halbwegs) laufend bezwingen, das hätt ich nie gedacht, dass das noch möglich ist

Mit einem Lächeln lief ich bei den auf der Strecke megatollen Zuschauern 👏vorbei, die mich durch Zurufe pushten, mir auf die Schulter klopften, der Moderator bat die anderen Läufer mich überholen zu lassen, das war echt toll!! DANKE!!!!👍
Mich wundert es gerade, dass ich das alles überhaupt noch mitbekommen habe. 😂

Der Grossglockner Berglauf ist einfach einer der schönsten Bergläufe, die Strecke selektiv und auf jeden Fall anspruchsvoll, mir taugts!
Das Wetter war auch perfekt, zwischendurch regnete es kurz, aber sonst trocken und kein Wind.
Bis auf etwas rutschige Steine, wo ich ein paar Mal den Stein fast geküsst hätte😅🙈, ist das Bergablaufen besser als sonst gegangen.
Trotzdem freute ich mich über jedes Stück bergauf. 😉
Stolz bin ich auf meinen Papa Franz Bauer, der den Glockner zum ersten Mal bezwang, in einer Zeit von 02:33:48

Ein besonderer Dank an meinen Onkel, Michi, meinen lieben Cousinen, die mich wieder begleiteten, anfeuerten und sehr unterstützten.
Ein vielen lieben Dank auch an dich lieber Wilhelm Lilge, „unsere“ Saison läuft bisher so gut wie noch nie!! 👍

Danke an meinen super Sporttherapeuten Mario Mostböck, keine Beschwerden #teamsporttherapie👌

Gratulation an alle Freunde und Finisher"

 

Reinhard Helmreich bei der Siegerehrung des Silvretta 3000 - Berglaufes
Reinhard Helmreich bei der Siegerehrung des Silvretta 3000 - Berglaufes

Ebenso am Berg, allerdings etwas weiter im Westen, startete Reinhard Helmreich. Der Waldviertler lief für das "Team Hotel Sonne" beim Silvretta 3000 Lauf in Ischgl auf der "Hard"-Strecke, die über 42,2km von Ischgl (ca. 1380m) über das Fimbatal hinauf aufs Kronenjoch (2974m) führt und über das Jamtal hinunter nach Galtür, wo es noch eine 6km-Runde um den Ort gab.

 

Die anspruchsvolle Strecke hatte über Asphalt- und Forststraßen, steile Steige bergauf und bergab, Schneefelder und technische Trails alles zu bieten, was zu einem richtigen trailrun gehört.

 

Reinhard war super unterwegs, stürzte dann aber in einer schwierigen Bergab-Geröll-Passage durch eine kleine Unachtsamkeit schwer. Er konnte sich gerade noch im Fallen mit einer Hand abstützen und dadurch eine Kopfverletzung vermeiden. Mit einer tiefen, stark blutenden Schnittwunde am Unterarm lief er weiter, bis er bei km28 zu einer Sanitätsstation kam. Dort wurde er notdürftig verarztet (dauerte ca. 7 Minuten) und lief weiter. Als insgesamt 20. (und 11. Österreicher) kam er nach 4:37 ins Ziel. 

 

Von dort wurde er gleich mit dem Rettungsauto ins Spital in Zams gebracht, wo die Wunde genäht werden musste. Mit dem Taxi gings dann zurück nach Galtür, wo er rechtzeitig zur Siegerehrung zurück war. Dann rief er seine Frau daheim an, um ihr zu berichten, dass heute eh alles ok gewesen wäre... ;-)

 

Von dem Rennen gibt's auch ein kurzes, eindrucksvolles Video!

Lukas Gärtner (rechts im Bild) heute in Slowenien (Foto zVg)
Lukas Gärtner (rechts im Bild) heute in Slowenien (Foto zVg)

Lukas Gärtner (Verein: Köflach), der zuletzt international bei der Berglauf-Langdistanz-WM in Polen startete, lief heute in der Vorbereitung auf die österreichischen Berglaufmeisterschaften (in 2 Wochen in Telfes) bei den slowenischen Berglaufmeisterschaften mit. Er konnte durchaus zufrieden sein mit dem 5. Gesamtrang.

Tanja Stroschneider beim Aufwärmen zum Schwimmwettkampf  (Foto: zVg)
Tanja Stroschneider beim Aufwärmen zum Schwimmwettkampf (Foto: zVg)

Unser Vereinsmitglied Tanja Stroschneider startete eine Woche nach ihrem starken Auftritt beim Triathlon-Weltcuprennen in Ungarn beim Austria Swim Cup im Barracuda Resort in Klosterneuburg über die 3,8km-Distanz. In 50:57 konnte sie nicht nur die Frauenwertung gewinnen, sondern war auch deutlich schneller als alle Männer. Ganz grob zur Orientierung, obwohl kein direkter Vergleich möglich ist: diese Zeit ist schneller als alle Damen-Schwimmzeiten beim Ironman-Austria vor einer Woche über die gleiche Distanz.

Bereits am Donnerstag startete unser neues Mitglied Gregor Strohmer beim WLV-Meeting über 5000m. Er konnte mit seiner Zeit von 21:03,31 durchaus zufrieden sein, wobei man eines berücksichtigen muss: Gregor lief 3 Tage davor in Blumau einen Marathon (!) in 3:55, wo er lange Zeit sogar das Feld anführte...

 

Eine Standortbestimmung über 800m führte Langsprinter Edin Harbas durch: mit 2:19,96 lief er eine persönliche Bestleistung.

Marcus Holzbauer: "You are an Ironman!"

Marcus Holzbauer, der seit einiger Zeit Mitglied beim team2012.at ist, startete beim Ironman-Triathlon in Klagenfurt. Seine Leistung war mehr als erstaunlich, v.a. angesichts der Umstände und der Probleme im Vorfeld.

 

Marcus hat uns jetzt einen lesenswerten Bericht geschickt:

 

 

"Rennbericht zum Ironman Kärnten

 

 

 

Nach einem Jahr harter Arbeit ist es nun endlich vollbracht, der Ironman Austria in Kärnten. Als ich 2015 mit dem Laufen angefangen habe, wusste ich nicht, dass ich 3 Jahre später bei einem Ironman mitmachen werde. Aber es kommt ja immer anders als man denkt!

 

 

 

Genau vor einem Jahr fragte mich ein Arbeitskollege, ob ich nicht auch Lust hätte bei dem Ironman in Klagenfurt mitzumachen. Er wäre dort und holt sich einen Startplatz und könnte für eine Person einen Startplatz mitnehmen. Lange musste er nicht auf meine Zusage warten! So entschied ich mich, beim Ironman am 1. Juli 2018 mitzumachen.

 

 

 

Da ich viel im Internet recherchierte und mich mittlerweile in der Trainingslehre etwas auskenne, beschloss ich mir den Triathlon Trainingsplan selbst zu gestalten. Um einen Fortschritt messen zu können bzw. auch für die Intensität Steuerung beim Radfahren und Laufen entschied ich mich mehrere Laktat Test in Abstand von 2-3 Monaten beim Willy Lilge (team2012.at) zu machen.

 

 So weit so gut. Der Trainingsplan startete im September, glücklicherweise gewann ich über ein Facebook Gewinnspiel noch einen Marathon Startplatz in Berlin am 24.09.2017, worauf ich natürlich null vorbereitet war. Kurze Rücksprache mit Willy, der mir sagte ich soll noch schauen das ich 2 lange spezifische Einheiten unterbringe und ich werde das schon schaukeln! Gesagt getan, 3 Wochen später stand ich in Berlin an der Startlinie und konnte meinen ersten Marathon in einer Zeit von 3:20:21 finishen. (Anmerkung: Ich hatte das ganze Jahr schon auf eine Halbdistanz in Podersdorf trainiert, wobei ich eben nur keine richtig Langen Läufe gemacht habe). Das war auch gleich der Grundstein für den Ironman 2018.

  

Das Training über den Winter war echt hart. 3-5 Stunden 2x in der Woche auf der Rolle mit dem Rad fahren, 2-3 x Laufen wenn es finster und kalt war und 2 x Schwimmen im Hallenbad. Bei den Leistungstests stellte Willy bald eine Steigerung fest, welche mich weiter motivierte. Ab März besserte sich dann aber das Wetter und ich konnte fast jede Trainingseinheit im Freien absolvieren. Die härtesten Monate waren dann der April und der Mai mit jeweils über 50 Trainingsstunden. Mitte Mai fuhr ich das erste Mal nach Klagenfurt und schaute mir die Radstrecke an und fuhr sie auch zwei Mal ab. Bei dem langen Trainingslauf in Klagenfurt fingen dann meine Probleme an. Ich bekam auf einmal aus heiterem Himmel Schienbeinschmerzen. Ein lockerer Lauf in der Woche darauf zeigte mir, dass ich eine Lauf Pause einlegen muss.

  

Das nächste Mal lief ich am 09.06.2018 beim WEM (Waldviertler Eisenmann) zum ersten Mal die Light Variante (Verkürzte Laufstrecke). Ich hatte kaum Schmerzen bei dem 11 km Lauf. Leider war am nächsten Tag wieder alles anders, wieder starke Schmerzen in den Schienbeinen. Alle Behandlungen, Massagen, Dehnübungen und sonstige Sache die ich probierte nutzten nichts. So beschloss ich  beim Laufen weiter zu pausieren und das gesamte Training auf das Rad bzw. auf das Schwimmen zu fokussieren.

 

In der Woche vor dem Ironman versuchte ich dann wieder zu laufen, es schmerzte immer noch aber ich war motiviert und wollte den Bewerb nach einem Jahr Vorbereitung nicht einfach aufgeben, also startete ich am 01.07.2018 beim Ironman in Klagenfurt. Zuversichtlich wurde ich jedenfalls durch die sehr hilfreichen physiotherapeutischen Behandlungen bei Mathieu Grandgirard

 

Zum Bewerb selber:

 

Freitag Anreise in Klagenfurt, die ganze Woche war ich schon nervös und konnte es gar nicht mehr erwarten meine Startunterlagen zu holen. Freitag am Abend waren wir zum ersten Mal am Gelände in Klagenfurt und ich holte mir meine Startunterlagen. Am Samstag machte ich noch meine letzte Trainingseinheit, um sämtliches Race-Equipment zu überprüfen. Als ich dann alles fertig gepackt hatte und mit meinen Rad am Weg in die Wechselzone war, funktionierte meine elektronische Schaltung auf meinen Zeitfahrrad nicht mehr! Schrecksekunde! Schnell auf die Expo zum Radstand, dort checkten sie mein Rad durch und sagten mir das die Reparatur etwas länger dauern wird und ich heute nicht mehr einchecken könne. Um 21:00 war es dann endlich fertig, zwischen dem Akku und dem Adapter war Schmutz gekommen und deswegen war kein Kontakt mehr da gewesen.

 

Dank des Mechanikers, der beim Veranstalter angerufen hat, konnte ich am nächsten Tag in der Früh noch einchecken.

  

Nach einer kurzen Nacht, läutete der Wecker um 3:45, meine Frau hatte schon Frühstück für mich hergerichtet und um 4:15 fuhren wir von Schiefling Richtung Klagenfurt um mein Bike und meine Beuteln einzuchecken. Das klappte zur Abwechslung sehr problemlos, in der Wechselzone bekam ich meinen Zeitmessungschip, den ich gleich anlegte.

  

Dann kam das Warten auf den Start, um 6:50 war es endlich soweit. Da ich eigentlich zu den etwas ambitionierten Schwimmern zähle, stellte ich mich ziemlich weit vorne in der ersten Schlange bei den sub 1 h Schwimmern an. Als der Startschuss fiel, schoss noch einmal das Adrenalin hoch bevor es dann endlich ins Wasser ging. Ich schwamm locker los und fühlte mich von Anfang an sehr wohl und hatte auch während des Schwimmens nie mit der Orientierung Probleme. Nach 56:25 stieg ich aus dem Wasser, als ich auf meine Uhr sah konnte ich es selbst kaum glauben. Vor 3 Wochen bei dem Bewerb in Litschau schwamm ich die gleiche Pace, wohlgemerkt auf die Hälfte der Distanz und mit viel mehr Anstrengung.

 

 

In der Wechselzone fand ich meinen Beutel und mein Rad ohne Probleme. Anders als bei kurzen Distanzen hatte ich mir vorgenommen mich komplett umzuziehen. Ich schwamm mit Neopren und Badehose, in der Wechselzone zog ich mir dann mein Radtrikot und meine Radhose an.

 

 

 

Am Rad brauchte ich etwa 10 km bis ich in meinem Rhythmus kam. Von den Laktattests wusste ich, dass meine passende Rad-Intensität bei circa 140-145 Pulsschlägen liegt und dass ich mich in diesem Bereich bewegen kann. In der ersten Rad Runde ließ ich mich noch hinreißen bei den Anstiegen zu drücken, was ich dann in der zweiten Runde aber sein lassen hab. Nach 130 km wurde es hart, mein Nacken schmerzte, meine Füße waren schon etwas müde und es wurde immer wärmer. In meinen Radtrikot hatte ich für die komplette Radstrecke die Verpflegung verstaut, was auch perfekt war. So musste ich bei den Labstationen immer nur meine Trinkflaschen austauschen. Die letzten 50 km nahm ich dann nochmal etwas Geschwindigkeit raus um mich auf den anschließenden Marathon vorzubereiten. Nach 5:27:15 kam ich in die zweite Wechselzone. Erstaunlicherweise spürte ich die Erschöpfung in meinen Füßen kaum als ich vom Bike stieg.

 

Wieder fand ich meinen Beutel gleich auf Anhieb und wieder zog ich mich komplett um. Ich wechselte in meine Laufhose und in mein Laufshirt und lief locker los. Im Training lief ich meine langen langsamen Läufe in einer Pace von etwa 5:30 min/km, das fühlte sich beim Weglaufen auch sehr gut an, obwohl ich 6 Wochen keinen Lauf über 12 km gelaufen bin. Die ersten 10 km war das auch kein Problem. Dann wurde es aber hart, ich vereinbarte mit mir nur bei den Labstationen zu gehen bzw. langsamer zu werden und sonst nicht stehen zu bleiben. Die Achillessehnen brannten und die Sprunggelenke taten weh. Nun kamen die Auswirkungen der langen Laufpause, nach circa 1,5 Stunden auf der Laufstrecke zogen dann ein paar Wolken auf, was das Laufen um einiges erträglicher machte. Bei jeder Labstation wurde ich langsamer und nahm ein Gel, eine Banane, eine Melone oder eine Orange mit einem isotonischen Getränk zu mir. Ich genoss jedes Mal die Paar Schritte zu gehen und lief dann aber am Ende der Labstation wieder los.

 

 

 

Nach 4:03:04 auf der Laufstrecke und einigen Freudentränen hörte ich dann endlich die 4 Worte auf die ich ein ganzes Jahr lang hintrainiert habe: „You are an Ironman“.

 

 

 

Endzeit 10:36:22

Danke für die tolle Unterstützung Willy!