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Letztes update: 13.4.2021


Termine unserer Laktattests in Wien werden laufend aktualisiert. 



news

 

Anm: aktuelle persönliche Betrachtungen von Wilhelm Lilge findest du unter "quergeschrieben"



Österreichische Staatsmeisterschaften im 10km Straßenlauf (5km U 18)

Andreas Vojta ca.  400m nach dem Start
Andreas Vojta ca. 400m nach dem Start

Die österreichischen Staatsmeisterschaften im 10km Straßenlauf (5m U 18) wurden heute in Mooskirchen (Stmk.) vom LTV Köflach durchgeführt. Leicht haben es sich die stets bemühten Veranstalter nicht gemacht, die Auflagen in Corona-Zeiten waren nicht einfach, aber offensichtlich machbar. Phasenweise konnte man glatt den Eindruck gewinnen, dass es noch einen „normalen“ Ort gibt, der nicht von der Seuche heimgesucht wird…

 

Alles in allem, es war eine großartig organisierte Meisterschaft auf einer sehr guten Strecke, wo der Veranstalter schon im Vorfeld alles unternahm, um den Läufern eine gute Veranstaltung zu bieten (z.B. Streckenvideos online, etc…).

 

Auch wegen Corona musste die eigentlich kompakte Lauf-Meisterschaft auf 3 zeitlich auseinanderliegende Rennen aufgeteilt werden. Um 11:00 war die U 18 dran, um 12:15 die Frauen (und die Männer ab der M 50) und um 14:15 die Männer. Theoretisch war Zuschauerverbot und die Teilnehmer der Folgeveranstaltung durften erst zum Veranstaltungsgelände, wenn die „Vorgänger“ dieses verlassen hatten. In der Praxis funktionierte alles problemlos und auch die Helfer bis hin zu Polizei und Feuerwehr waren alle läuferfreundlich und unkompliziert, wie wir uns das überall wünschen würden.

 

Zum Sportlichen aus team2012.at-Sicht:

 

Los ging es mit dem Rennen der U 18 über 5km, wo wir mit Markus Reißelhuber einen Medaillenkandidaten im Rennen hatten. Es siegte der haushohe Favorit Emil Bezecny (DSG-Wien), aber Markus konnte mit perfekter Renneinteilung nicht nur wie im Vorjahr die Silbermedaille holen, sondern verbesserte seine Bestzeit von damals 16:09 auf heute großartige 15:32! Zudem ist Markus von den heutigen Top-4 Läufern der Einzige, der auch nächstes Jahr noch in der U 18-Kategorie startberechtigt ist.

 

Weiter ging es mit dem Rennen der Frauen um 12:15. Während beim U-18 Bewerb mehr oder weniger Weltrekordbedingungen herrschten, wurde es nun etwas zu warm für wirkliche Spitzenzeiten und später bekamen die Männer noch einigen Wind dazu. Vom team2012.at nützte Triathletin Tanja Stroschneider den Bewerb zu einer Rad-Lauf-Koppeleinheit. Über die 10km war sie dann mit 37:29 nicht ganz so schnell wie erhofft, aber immerhin bedeutete das persönliche Bestzeit und Rang 7 in der Staatsmeisterschaftswertung – als zudem schnellste Triathletin im Feld der Läuferinnen.

 

Höhepunkt war dann am frühen Nachmittag einmal mehr der überlegene Sieg von Andreas Vojta in sehr guten 29:14 über die AIMS-vermessenen 10km. Der große Favorit setzte sich praktisch vom Start weg an die Spitze, wo er bis zum Ziel einsame Runden (je 2,6km) drehte. Andreas begann recht offensiv mit 2:45 für den 1. Kilometer (3 Kilometer in 8:34) und passierte die 1. Hälfte in 14:20. Dann merkte er allerdings den beim Männerrennen doch störenden Wind und die Einsamkeit des Langstreckenläufers und wurde etwas langsamer. Es wurden somit nicht die erhofften Sub-29 Minuten, aber eben 29:14, fast eine Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten und der gefühlte 786. Staatsmeistertitel in der mittlerweile langen Laufbahn.

 

Eine gute Leistung zeigte auch der kurzfristig fürs Team eingesprungene Christian Wurzberger, der nach für ihn sehr guten 37:18 ins Ziel kam. Leider konnte unser U 23 Vertreter Max Pfeifer das Rennen wegen eines Zwerchfell-Krampfes nicht beenden, weshalb wir auch nicht in der Mannschaftswertung aufscheinen. In Hätti-Tätti-Wari-Wertung wäre ein Top3 Rang absolut realistisch gewesen.

 

Zur gleichen Zeit lief Martin „Hamza“ Mistelbauer in Wien etwas ganz Spezielles: mangels anderer Marathon-Startmöglichkeiten lief er auf der exakt vermessenen Hauptallee einen privaten, virtuellen Marathon in 2:23 (!), womit er seine bisherige Bestleistung (2:25) um rund 2 Minuten verbesserte – leider auch nur in der Hätti-Tätti-Wari-Wertung. Er bewies damit aber jedenfalls, dass er vielleicht in einiger Zeit auch in einem realen Marathon in einem passenden Feld bei guten Bedingungen die 2:20 Schallmauer knacken könnte. Jedenfalls ist in diesem Jahr von den österreichischen Läufern lediglich Valentin Pfeil mit 2:15:14 schneller gewesen!

 

 

Neben dem Lob für die erfolgreichen Teilnehmer geht dieses Mal ein besonderes Lob an den Veranstalter Stefan Mayer vom top-engagierten LTV-Köflach. Das gezeigte Bemühen um bestmögliche Bedingungen für die Läufer – auch anhand vieler kleiner Details – sollte von kommenden Ausrichtern von Straßenlaufmeisterschaften und vom ÖLV als Lehrbeispiel herangezogen werden!

 

ERGEBNISSE

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Markus Reißelhuber nützt einen der wenigen Wettkämpfe zu toller Leistung!

Markus mit Nr. 130 (Foto: Maria Reißelhuber)
Markus mit Nr. 130 (Foto: Maria Reißelhuber)

Der überaus engagierte Stefan Mayer und sein Team vom LTV Köflach haben heute in Piber die offenen steirischen Crosslaufmeisterschaften organisiert, wofür ihnen besonderes Lob gebührt!

 

Von unserem team2012.at startete Markus Reißelhuber (Jg. 2005) im Hauptlauf, wo er in der U 18 Kategorie gewertet wurde. Nach einem couragierten Rennen landete er am Ende auf dem 6. Gesamtrang und auf den 2. Rang in der U 18.

 

Sein Bericht vom Rennen:

 

"Es war heute eigentlich ganz in Ordnung, es hätte nur etwas wärmer sein können weil so am Start war es schon ziemlich kalt. Am Anfang sind gleich mal paar Leute ganz nach vorne gelaufen und ich war in so einer vierer Gruppe dahinter in der 2. Runde bin ich dann etwas von der Gruppe abgerissen da war dann einer so ca 50m vorn dann waren zwei und ich war dann auch ca 20m hinter denen. In der letzten Runde bin ich dann schneller geworden und konnte die drei da vor mir noch alle einholen und hatte dann mit einem noch einen kurzen Zielsprint. Die Zeit war  13:48min und gesamt wurde ich sechster. Es hat sich am Anfang etwas schwer angefühlt aber nach paar Minuten ist es immer besser geworden und in der letzten Runde ging es eigentlich am besten, ich bin aber nicht ganz ans Limit gegangen aber war ganz in Ordnung dafür dass ich so lang keinen Wettkampf mehr hatte"

 

ERGEBNISSE folgen

 

Hier gibts sogar ein Video vom Rennen: VIDEO

Andreas Vojta bei Hallen EM: Rang 15, aber gut war nicht gut genug!

Andreas Vojta führte fast 2000m im Vorlauf das Feld an - die Tempoarbeit wurde aber nicht belohnt (Foto: (c) ÖLV. Durant)
Andreas Vojta führte fast 2000m im Vorlauf das Feld an - die Tempoarbeit wurde aber nicht belohnt (Foto: (c) ÖLV. Durant)

Nach dem "zwischendurch"-Tempomachen bei den Marathon-Staatsmeisterschaften im Dezember, wo Andreas Vojta 28km im Olympialimit-Tempo lief, ohne an die Grenzen gehen zu müssen, gab es schon kurz die Überlegung, ob Andreas das (doch deutlich leichtere) Olympialimit für den Marathon versuchen sollte, oder noch auf der Bahn-Langstrecke bleiben sollte. Er entschied sich, den Fokus doch noch auf die 5000m im Sommer zu legen, was auch mit der Hallen-EM mit dem Rennen über 3000m kompatibel erschien.


Coronabedingt gab es heuer gar kein Trainingslager im Süden, stattdessen Quarantäne als Kontaktperson...

 

Wie auch immer, Andreas startete heute zum 6. Mal in Folge bei einer Hallen EM, die an diesem Wochenende in Torun (POL) ausgetragen wird. Seine bisher beste Platzierung war Rang 10 über 3000m 2017 in Belgrad.

 

In diesem Jahr zeigte er im Vorfeld sehr starke Leistungen, lief in Mondeville (FRA) 7:51,50 und bei den Hallen-Staatsmeisterschaften vor 2 Wochen praktisch im Alleingang 7:54.

 

Das waren alles Zutaten für ein vorzügliches Gericht, es gab nur das kleine Problem, dass in diesem Jahr - aus welchen Gründen auch immer - die Dichte der Leistungen über 3000m so hoch wie noch nie war und die Gegner das Gericht versalzen wollten. Mit den 7:51,50 rangierte Andreas in der diesjährigen Saisonbestenliste vor der EM auf Rang 35. Favoritendruck hatte er also keinen. 

 

Das Ziel musste natürlich ein Erreichen des Finales sein und dort eine möglichst gute Platzierung. Es gab heute 3 Vorläufe über 3000m, Andreas war im zweiten Zeitlauf. Die Aufstiegsregel: die jeweils 3 ersten eines jeden Vorlaufes und die insgesamt weiteren 3 zeitschnellsten kamen ins Finale. 

 

Der erste Vorlauf war nicht extrem schnell mit einer Siegerzeit von 7:54. Andreas bekam das mit und wusste, dass zumindest unter Berücksichtigung de ersten Zeitlaufes eine Zeit von mindestens 7:55 notwendig wäre, um über die Zeit weiterzukommen. Eine Top-3 Platzierung wäre natürlich noch schöner gewesen, aber das war von der "Papierform" her ziemlich schwierig.

 

Wie auch immer, Andreas tat gleich nach dem Start genau das Richtige. Da kein anderer Läufer besondere Ambitionen zeigte, an der Spitze für ein hohes Tempo zu sorgen, übernahm das Andreas selbst. Den ersten Kilometer passierte Andreas in ca. 2:39 und auch bei der 2000m Marke in 5:19 lag er noch an der Spitze.

 

Zu dem Zeitpunkt war natürlich klar, dass das Rennen erst so richtig losgehen würde. Und so war es auch. Der ruckartigen Tempoverschärfung der Favoriten konnte Andreas nicht folgen. Er schaltete zwar einen Gang höher und lief den letzten Kilometer in knapp 2:34, die Gegner hatten allerdings noch zwei Gänge und liefen deutlich unter 2:30.

 

Am Ende wurden es 7:51,01 und Rang 7 im Vorlauf. Das ist eine gute Zeit, war aber nicht gut genug, um ins Finale zu kommen. 2019 war übrigens die Siegerzeit im Finale ca. 5 Sekunden langsamer und Andreas meinte selbst nach dem Rennen: "7:47 (Anm. Marcel Fehr) mit 2:28 Schlusskilometer ist normal Medaillenniveau, heute wars halt Platz 6 im Vorlauf"

 

In der Endabrechnung ergibt das für Andreas Vojta Rang 15 bei dieser Europameisterschaft und damit nach Ivona Dadic (Rang 4 im Mehrkampf) die zweitbeste österreichische Platzierung.

 

Jetzt gilt die volle Konzentration den 5000m im Freien, die Hallensaison ist damit auch schon wieder vorbei.

VIDEO vom Rennen (vom ÖLV bereitgestellt)

 

Andreas Vojta: Österreichischer Rekord über 5km in Monaco und 38. Staatsmeistertitel über 3000m in Linz - ganzes Feld überrundet!

Andreas heute beim Zieleinlauf. Fotocredit: ÖLV/Alfred Nevsimal
Andreas heute beim Zieleinlauf. Fotocredit: ÖLV/Alfred Nevsimal

Bereits vor einer Woche nützte Andreas Vojta seine Einladung zum "Herkulis 5km Run" in Monaco, einem traditionellen Eliterennen mit Weltklassebesetzung, für einen neuen österreichischen Rekord im 5km-Straßenlauf. Mit 13:48 (Zeit korr. 22.2.) verbesserte er den Rekord von Peter Herzog auf dem etwas unrhythmischen und windigen Kurs in Monaco um 6 Sekunden, gewonnen hat der 5000m-Weltrekordler Josuah Cheptegei. Andreas lief da noch mit etwas "angezogener Handbremse", weil ein leicht stechender Schmerz an der Oberschenkel-Rückseite kein volles Vertrauen in die Belastungsfähigkeit zuließ.

 

Seit diesem Wettkampf gab es deshalb dann keine wirklich harte Belastung, weil auch der Start bei der Hallen-EM in Torun in 2 Wochen nicht gefährdet werden durfte.

 

Heute fühlte er sich in Linz bei der Staatsmeisterschaft aber wieder topfit und wie er vorher meinte, peilte er im Alleingang über die 3000m eine Zeit von 7:54 an.

 

Na ja, gesagt, getan! Mit Kilometerzeiten von ca. 2:36-2:40 und 2:38 erreichte er genau diese Zeit (exakt: 7:54,18), wobei er als Staatsmeister (sein 38. Titel!) in diesem Rennen das gesamte Teilnehmerfeld überrundete! (gabs das bei einem ÖSTM-Rennen über 3000m schon einmal?).


Die Form ist also weiter großartig, bei der EM in 2 Wochen wartet allerdings starke Konkurrenz, der Andreas in dieser Verfassung aber selbstbewusst entgegentreten kann!
ERGEBNISSE

Andreas Vojta gleich mit Super-Leistung beim Einstieg in die Hallensaison

Die Hallensaison beschränkt sich heuer auf ganz wenige Rennen. In Stuttgart stand Andreas Vojta bis zuletzt auf der Warteliste, in Mondeville (FRA) wurde es dann am Samstag etwas mit dem Start über 3000m.


Das Tempo am ersten Kilometer war etwas zu langsam, dann übernahm aber Andreas bald selbst die Initiative. Am letzten Kilometer wurde er dann vom Franzosen Hugo Hay überholt, dem er nicht ganz folgen konnte. Ein Schlusskilometer in ca. 2:35 sicherte Andreas aber Rang 2 und die hervorragende Zeit von 7:51,50 - seine zweitschnellste Zeit über diese Distanz überhaupt und nur knapp über seiner Bestleistung von 7:51,15.

 

Damit liegt er gegenwärtig auf Rang 13 der Europarangliste und hofft, dass er am 10.2. noch eine weitere Startmöglichkeit in Lievin (FRA) über die gleiche Distanz bekommt.

 

Fix ist jedenfalls sein Start beim 5km-Elite-Straßenlauf in Monte Carlo am 14.2., bevor es am ersten Märzwochenende zur Hallen-EM nach Torun (POL) geht, wo er auch über 3000m starten wird.

Wurzberger mit Marathon PB in Wien, Vojtas Zukunftsausblick? Reißelhuber wieder im Crosslauf stark!

 Martin "Hamza" Mistelbauer zieht seinen Vereinskollegen Christian Wurzberger (und ein paar andere Läufer...) zu einer neuen Bestzeit!
Martin "Hamza" Mistelbauer zieht seinen Vereinskollegen Christian Wurzberger (und ein paar andere Läufer...) zu einer neuen Bestzeit!

Heute wurden in Wien unter schwierigen Rahmenbedingungen für einen eingeschränkten Personenkreis (max. 100 Läufer) die Marathon-Staatsmeisterschaften durchgeführt. Obwohl eigentlich ganz kurzfristig klar wurde, dass dieser Bewerb tatsächlich durchgeführt werden kann, war die Staatsmeisterschaft so gut besetzt wie kaum jemals zuvor!


Vom team2012.at startete ein ganzes Männerteam mit Christian Wurzberger, Martin Mistelbauer und Lukas Max.

Martin stellte sich heute allerdings als Pacemaker ganz in den Dienst seines Vereinskollegen Christian und die beiden machten das bis zum Ziel perfekt! Auch unter Nutzung der hervorragenden Laufbedingungen (eigentlich sollte es Wien im Dezember immer einen Marathon geben!) und der komplett flachen Strecke im Wiener Prater (6 x 7km-Runde) lief Christian Wurzberger mit 2:47:42, womit er seine bisherige Bestzeit um rund 2 Minuten verbessern konnte. (Anm: die Marathonbestzeit von Martin Mistelbauer ist übrigens etwas schneller als die heutige Siegerzeit des Staatsmeisters)

 

Die Eindrücke aus der Sicht von Christian Wurzberger: 

"Die äußeren Bedingungen heute bei der ÖSTM im Marathon im Wiener Prater waren nahezu ideal. Kühle aber doch recht angenehme Temperaturen, kein Niederschlag und vor allem kein Wind!!

Hamza als Top-Marathonläufer war für mich heute als Pacemaker wie ein Jackpot! Eine super tolle Gelegenheit meine Berlin 2019 PB von 2:49:16 zu attackieren.

 

Die ersten 3 Runden waren genau nach Plan in 27:40 mit einer HM Durchgangszeit von ca. 1:23:30. Dank Hamza habe ich nicht auf die Uhr schauen müssen um die Pace zu checken, sondern bin Hamza einfach im Windschatten gefolgt ;-) In der 4. Runde haben wir dann das Tempo wie geplant auf 27:25 erhöht und es war so richtig chillig. Hatte das Gefühl ich könnte „ewig“ so weiter laufen. Die 5. Runde war dann schon etwas härter, ich konnte das Tempo nicht mehr ganz halten, habe aber trotzdem kaum Zeit verloren. Die 6. Runde, also ab KM35 wars dann ein richtiger Kampf! Ich war voll am Limit, die Oberschenkel haben zu gemacht und ich war am Ende meiner Kräfte. Ich habe vor mir im Sichttunnel nur mehr Hamza´s Beine „fliegen“ gesehen und versucht halbwegs Pace zu halten, was dank Hamza´s Motivationskünsten auch recht gut geglückt ist. Ich habe zwar auf der letzen Runde 1-2 Minuten liegen lassen, mehr wäre heute aber einfach nicht möglich gewesen. Gefinished habe ich in 2:47:42 und damit eine neu klare PB erreicht!! Bin natürlich super happy!! Ein extra Riesen-Dank gilt an Hamza, der heute für mich nicht nur Pacemaker war, sondern auch bei den Verpflegungsstellen die Trinkflaschen für mich gecheckt hat und obendrauf mich speziell in der Schlussphase mental super unterstützt hat! :-) Und auch ganz besonderen Dank meinem Trainer Willi Lilge, der es mit individuellen Top-Trainingsplänen - die auch richtig Spaß machen!! - immer meisterhaft versteht meinen nicht mehr ganz jugendlichen Körper perfekt auf die Wettkämpfe vorzubereiten! ;-)"

 

Lukas Max hatte - über weite Strecken komplett alleine unterwegs - hatte hart zu kämpfen, kam aber mit 3:20:49 recht nahe an seine Bestzeit heran. In Summe reichte das zu Platz 6 in der Mannschaftswertung.

 

Sein nachgereichter Bericht: 

"Bin von Anfang an sehr locker mit km-Zeiten zwischen 4:05-4:10 gelaufen. Langsamer hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht laufen können, es ging total easy. Aber die ganze Lockerheit hatte bei km26 ein schnelles Ende. Innerhalb von wenigen hundert Meter haben irgendwelche Muskeln in der Bauchgegend völlig verkrampft (vermutlich Zwerchfell). Also mal panisch stehen bleiben strecken und hoffen, dass es weiter gehen kann. Konnte dann wieder vorsichtig weiterlaufen bis km32 mit km-Zeiten zwischen 4:25-4:50. In der letzten Runde kam dann der komplette Einbruch. Ich war einfach fertig und kein km war mehr unter 6:00. Für die Teamwertung bin ich dann noch durchgelaufen und hab mich bis zum Praterstern und wieder zurück gequält.

Warum das ganze so lief kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Es ging am Anfang so leicht und ich musste schauen, dass ich nicht schneller laufe. Ich glaub ich brauch einfach ein paar harte Vorbereitungsrennen, um optimal an einer Marathonstartlinie stehen zu können. Aber das ganze war ja eigentlich als Training gedacht und entsprechend locker auch am Anfang.

Körperlich geht es mir heute schon um einiges besser und Muskelkater ist nicht so schlimm wie nach dem letzten Marathon. Nach der Woche sollte wieder normales Training möglich sein denke ich.

 

Irgendwie haut das mit der langen Distanz noch nicht so hin. Bis zum nächsten Marathon, wann auch immer der sein wird, also hart weiter trainieren und dann geht hoffentlich irgendwann der Knopf auf. Es wäre schön langsam an der Zeit, dass sich die Trainingskilometer mal endlich auszahlen."

 

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